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Aus der Sitzung der Gemeindeleitung im Dezember 2009

Sehr verehrte Damen und Herren der Johannisthaler Kirchengemeinde,

in unserer Kirchengemeinde gibt’s Geschenke und gibt’s Handlungsbedarf. 

Geschenkt wird uns, was Gott alles getan hat, uns seine große Liebe zu zeigen, wie wir zu Weihnachten singen (Gesangbuch Nr. 23, 7). Das feiern wir in der Kirche. Das versuchen wir zu erfassen. Dazu dienen Gottesdienste. Dazu gehört, dass wir persönlich Andacht halten, beten und miteinander reden … Damit wir dafür zusammenkommen können, wollen wir Räume haben.

Was die Räume unserer Kirchengemeinde betrifft, gibt es Handlungsbedarf, wie Sie wissen. Wie sich jede Familie fragen muss, welche Wohnungsgröße sie sich leisten kann, so ist es auch für die Gemeinde: Können wir uns bei steigenden Preisen diese Wohnung noch leisten? Die Antwort heißt: Nein, oder nur, wenn wir billigend in Kauf nehmen, dass die Kosten für Unterhalt und Betrieb unseres Kirchengemeindezentrums künftig die Kosten für den Unterhalt des Kirchenmusikers, des Pfarrers oder der Katechetin anfressen.

Woher nehmen wir aber das Geld für einen Umbau, der zum Ziel hat, die Betriebskosten zu senken? -

  • Sie, liebe Leserinnen und Leser, unterstützen ja treu die Kirche, indem Sie „Kirchensteuer“ bzw. „Gemeindekirchgeld“ zahlen. Das reicht leider nicht, um mehr als laufende Bauunterhaltskosten zu begleichen.
  • Auch wenn sich nicht allein die evangelischen Christinnen und Christen in Johannisthal wünschen, dass das Gebäudeensemble unseres Gemeindezentrums erhalten bleibt, so ist nicht zu erwarten, dass wir von der Kommune oder dem Denkmalschutz finanzielle Unterstützung bekommen, zumal bei einer politischen Tendenz, weniger über Steuern und mehr über Spenden zu finanzieren.
  • Das Leitungsgremium unseres Kirchenkreises hat sich in einem außerordentlichen Akt der Solidarität von Christinnen und Christen unserer Nachbargemeinden bereit erklärt, uns bei dem Umbau kräftig finanziell zu unterstützen. Das ist alles andere als selbstverständlich, denn auch in Kirchengemeinden finden Sie die Mentalität, zuerst für die eigene Gemeinde zu sorgen; zudem sind manche Kirchengemeinden in unserem Land aktuell dabei, Gebäude bzw. Standorte aufzugeben, so dass es auch in unserer Region zwingend ist zu begründen, dass es wirtschaftlich gerechtfertigt ist, gerade in diesen Standort und nicht in einen anderen zu investieren. (Ganz abgesehen von der ethischen Frage: Zur Linderung welcher Nöte wollen wir unsere finanziellen Unterstützungen von „religiösen und karitativen Zwecken“ ausgegeben wissen?)
  • Wie wichtig unser kirchlicher Versammlungsort in Johannisthal tatsächlich für Menschen in unserer Gemeinde und außerhalb unserer Gemeinde ist, kommt am besten darin zum Ausdruck, wie viel für einen zukunftsfähigen Erhalt dieses Gebäudekomplexes gespendet wird.

Die vorbereitenden Planungen sind seit der Zustimmung des Kirchenkreises Mitte Oktober 2009 auf einem Stand, dass wir sagen: Der Umbau wird kommen, und wir bitten Sie um Spenden, den Umbau zu finanzieren. 

Wenn Sie ganz gezielt für den Umbau unseres Gemeindezentrums spenden möchten, dann geben Sie das doch ans Büro unserer Kirchengemeinde oder überweisen Sie auf das Konto unserer Kirchengemeinde, jeweils mit dem Vermerk „Umbau“. Dann geht das auf ein spezielles Unterkonto unserer Gemeinde.

Geld – wofür konkret?

Bei einem Treffen von VertreterInnen der Gemeindeleitung und des Fördervereins zum Erhalt unserer Kirche mit dem Architektenbüro Anfang Dezember wurde ausgelotet: Wenn maximal 450 000 € für den Umbau ausgegeben werden sollen - was kann man dafür machen?

Für mich sind 450 000 € eine schwindelerregend große Summe. Gemessen an dem, was wir mit dem Umbau erreichen wollen, schwindet diese Summe erschreckend schnell.

Die beteiligten drei Seiten waren sich in dem Gespräch einig, in welche Richtungen wir weiter überlegen und was noch zu prüfen ist:

  • Die Christenlehre und andere Veranstaltungen, die bisher im sogenannten Christenlehreraum stattfanden, ziehen in den Gemeindesaal. Das ermöglicht eine Einsparung an bewirtschaftetem Raum, indem der rückseitige Anbau abgerissen wird.
  • Der Baukörper soll gedämmt werden. Es ist schon fraglich, ob das Geld reicht, um mehr als den Kirchsaal zu dämmen. Ebenso fraglich ist, ob das Geld reicht, um besser wärmeisolierende Fenster einzubauen oder gar eine Dämmung in den Fußboden des Gemeindesaals einzubringen.
  • Geprüft werden soll, welche technischen Möglichkeiten es gibt, mehr Tageslicht in den Kirchsaal kommen zu lassen. Später muss entschieden werden, was für ein Fußboden in den Kirchsaal kommen soll – angepasst an den vorhandenen Kostenrahmen.

Reinhard Kähler 

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