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Gemeinde-Wochenende in Dahme vom 19. – 21.03.10, für die Generation 50 plus

Die Aufgabe, einen Bericht über dieses Wochenende zu schreiben, hat Herr Wilfried Bauer an mich herangetragen. Dem komme ich gern nach, zumal ich noch neu bin in dieser Gemeinde – vor 10 Monaten bin ich von Hessen hierher umgesiedelt – und damit gewissermaßen einen Blick von außen habe. So hat mich nicht nur das Thema interessiert:

Welche Bedeutung hat Religion in unserer Gesellschaft und welche Bedeutung hat Religion in meinem Leben?

sondern auch das Miteinander der Gemeindeglieder. Zu meiner Freude hörte ich dann in der Vorstellungsrunde, dass viele ganz ähnlich wie ich auf das Gemeinschaftserlebnis in diesen Tagen besonderen Wert legten! Ich erlebte tatsächlich, wie der Gemeinsinn und die Offenheit untereinander eine tragende Säule dieses Wochenendes waren. Viele Gemeindeglieder habe ich näher kennen lernen dürfen.

Der äußere Ablauf der Tagung in Kürze:

Freitag:  Ankunft bis 18:00 Uhr im Georg-Forck-Haus, 
Abendessen, Film: Vaya con dios
Samstagvormittag:  Andacht (Herr Müller), Frühstück,

Gespräch über den Bibeltext Jesaia 43, 1-7 unter Anleitung von Herrn Pfarrer Kähler, Mittagessen

Samstagnachmittag: Spaziergang durch Dahme, Kaffeetrinken,

Arbeit zum Thema Glaube und Nicht-Glaube (persönlicher Bezug) mit Herrn Pfarrer Kähler

Abend: Frühlingsfeier unter Anleitung von Frau Schulze,

Andacht mit Frau Böhnke

Sonntag: Frühstück,

Gottesdienst in der alten (ungeheizten!) St. Marienkirche nebenan mit dem ansässigen Pfarrer Karsten Rostalsky,

gemeinsames Gespräch über die Bedeutung der Religion für die Gesellschaft mit Herrn Pfarrer Kähler, Mittagessen,

Aufräumen und eine gemeinsame Verabschiedung gegen 13.30 Uhr

Teilnehmer dieser Veranstaltung waren 20 Gemeindeglieder aus Baumschulenweg und Johannisthal. Die Leitung hatte Herr Pfarrer Kähler.

Die methodisch vielfältige und auch inhaltlich sehr strukturierte Gestaltung der gemeinsamen Auseinandersetzung mit den Themen durch unseren Pfarrer hat mich beeindruckt. Dadurch wurde sicher jeder angesprochen. Von keinem habe ich gehört, dass diese Tage ihm nichts gegeben hätten.

Im Gegenteil, das Wochenende hat alle begeistert! In sehr vielen Beiträgen war das persönliche Interesse herauszuhören und das Vertrauen zu spüren, dass man hier auch ganz persönliche Anliegen und Gedanken preisgeben kann!

Und es gab viel zu lernen; mir ist z.B. durch die Auflistung der Assoziationen, die die einzelnen beim Hören des Textes Jesaja 43 erlebten, klar geworden, wie individuell und situationsbedingt die Aufnahme eines Bibeltextes ist. Der Vortrag unseres Pfarrers zu den Begriffen Religion (ich versichere mich zurück) und Kultur (ursprünglich die Verehrung Gottes) war für mich erhellend: Sie sind eine westliche Errungenschaft im Denken, die es uns ermöglicht, über den Tellerrand unseres christlichen Glaubens hinauszuschauen. Das wiederum kann unsere Toleranz anderen Religionen gegenüber befördern. 

Mehrfach hatten wir Gelegenheit, uns in Gruppen auszutauschen, was das persönliche Kennenlernen stärkte. Dass viel gemeinsam gesungen wurde, Lieder aus dem Gesangbuch und bekannte Frühlingslieder, war ebenfalls ein verbindendes Element. Besonders dazu beigetragen hat die von S. Schulze vorbereitete, froh machende Frühlingsfeier, in der auch mehrere Frühlingsgedichte vorgelesen wurden und wir sogar zu aller Freude ein wenig tanzen durften. Beruhigend wirkte dann zum Ausklang des Abends die wunderschöne Flötenmusik gespielt von Hans-Jürgen Hufeisen (CD) in der Abendandacht.

Inhaltlich gäbe es noch viel zu diesem Wochenende zu sagen, was aber den Rahmen hier sprengt. Nur zwei Dinge, die zum äußeren Rahmen gehören, möchte ich noch erwähnen:

Der noch recht neue, geräumige Pavillon, in dem die Mahlzeiten eingenommen wurden, hat als Rückwand die unverputzte, alte Stadtmauer, was die Aufmerksamkeit aller auf sich zog! Und: ein Tor durch diese Stadtmauer benutzten wir, um das Anwesen für unseren Spaziergang zu verlassen, der uns am Tierpark vorbei zu einem Teich führte, an dessen Ufer sich eine dickstämmige Weide über das Wasser krümmte. Eh wir’s uns versahen, hatte Herr Pfarrer Kähler den Sprung hinauf gewagt, balancierte über dem Wasser und winkte uns zu. Das war in der Tat ein Applaus wert!

Ich möchte mich bei Herrn Pfarrer Kähler und bei der Gemeinde Baumschulenweg für dieses bewegende Wochenende sehr herzlich bedanken!

Ingrid Schultz

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