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Die Schöpfung umgibt uns

Familienrüste in Mötzow bei Brandenburg

„Die Kinder sind doch unser Schatz“ ruft jemand, als wir fast am Ende der Schatzsuche angekommen sind. Zuvor sind wir durch den Wald gelaufen, dann an Mais- und Spargelfeldern vorbei, durch Dickicht, Gestrüpp und Matsch haben wir uns gekämpft, zwischendurch Hochstände erklommen. Am Ende der Suche, die mit Hilfe einer Schatzkarte erfolgreich war, halten Kinder und Erwachsene eine Kiste in der Hand, die mit Leckereien und Getränken gefüllt ist. Wir sind alle etwas erschöpft, aber glücklich, denn wir haben auf unserer „Expedition“ uns „gespürt“ und die Natur unmittelbar erfahren können.

SchatzjagdWir – das waren junge Familien aus Baumschulenweg und Johannisthal, die vom 10. bis 12. September ein gemeinsames Wochenende mit Herrn Pfarrer Reinhard Kähler in Mötzow bei Brandenburg verbrachten. Bei herrlichem Wetter – der Spätsommer zeigte sich von seiner besten Seite – stand das Thema „Schöpfung“ im Mittelpunkt. Was sagt die Schöpfungsgeschichte der Bibel über die Entstehung der Welt? Welche Elemente gibt es? Und was bedeuten sie heute für uns und unser Leben? Erde, Wasser, Feuer, Luft nehmen wir für selbstverständlich, sie umgeben uns ständig in der einen oder anderen Form. In den drei Tagen in Mötzow versuchen wir, die Elemente und unsere Sinne uns wieder bewusst zu machen. Auf einem Teller, der herumgereicht wird, liegen süße, salzige, bittere und saure Snacks - unser Geschmackssinn zeigt uns die Unterschiede auf. Wir nehmen uns an der Hand und drücken die Hand des anderen – der Tastsinn nimmt die Signale des anderen wahr. Wir verbinden unsere Augen mit Tüchern – und lauschen gespannt: Geräusche von plätscherndem Wasser und rollenden Steine erreichen unsere Ohren. In der Natur draußen wird unser Sehsinn angesprochen. Die Farben, das Licht, die Weite zeigen, wie wunderbar die Schöpfung ist.

SchatzjagdIm kreativen Teil der Rüste überlegt jede Familie, was die Elemente für sie bedeuten und ob eines vielleicht eine besondere Rolle spielt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Eine Familie hat aus Pappe und Papier einen Vulkan gebastelt – das Feuer im Mittelpunkt, die anderen Elemente umgeben es. Eine andere präsentiert eine gefüllte Schale mit Wasser, darin schwimmt geschützt eine Kerze. Auf einer weiteren Darbietung ist ein großes Blatt Papier mit vier Steinen beschwert – stellvertretend für die vier Familienmitglieder – dazwischen liegt Erde. Sie verbindet die Steine und bildet den Untergrund.

In den Pausen bleibt viel Zeit für Gespräche, für Spiel und Spaß im Freien. Der Uferweg am See lädt am zweiten Tag unsere ganze Gruppe zu einem Spaziergang ein. Zuvor gab es Kaffee und selbst gebackenen Kuchen unter blauem Himmel. Auch das Abendbrot haben wir vor das Rüstzeitheim verlegt. Wer mochte, konnte sich am reichhaltigen Grill- und Salatbuffet bedienen.

Ein Höhepunkt der Rüste war der Besuch unserer Gruppe im Dom zu Brandenburg. Das Sonnenlicht, das sich am Morgen durch die Fenster bricht, lässt den Kirchenraum erleuchten. Unser Gesang unterstützt von großartiger Orgelbegleitung erfüllt den Raum überdies mit Musik. In der Andacht, die Herr Pfarrer Kähler hält, legt, wer das möchte, einen Stein auf den Altar, für das, was ihn beschwert. Für das was uns Freude bereitet, kommt ein grüner Zweig vor Gott.

Im Anschluss hat jeder die Möglichkeit, für sich durch den Dom zu wandeln, untermalt von anrührender Orgelmusik. Ein Moment der Besinnung, des Innehaltens, des Bewusstwerdens der Schöpfung…

Elisabeth Schnell