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Unsere Gemeindefahrt nach Kloster Zinna und Jüterbog

Voller Spannung erwarteten wir – Gemeindeglieder aus Baumschulenweg, Johannisthal und den umliegenden Gemeinden  unseren Bus. Dann die Überraschung: Er hatte statt der gebuchten 50 Plätze nur 46! Dank Frau Güther und ihrem Auto konnte das Problem gelöst werden und alle fanden einen bequemen Platz.

Das erste Ziel war Kloster Zinna. In der Liebfrauen-Klosterkirche begannen wir mit einer Andacht zu dem Wort aus Psalm 91

Zinna„… er hat seinen Engeln befohlen,
 dass sie dich behüten auf all deinen Wegen"

und beendeten sie mit dem Kanon:

Schweige und höre,
neige deines Herzens Ohr,
suche den Frieden.

Es war bewegend, eine Andacht in dieser alten Zisterzienser Klosterkirche zu halten und uns dabei bewusst zu werden, dass an dieser Stelle schon seit über 800 Jahren Menschen zu Gott klagten, ihm dankten und lobten.

Die Kirchenälteste, Frau Rosenzweig, machte uns mit der Geschichte der Klosterkirche vertraut. Es ist eine schlichte einfache spätromanische dreischiffige Granitsteinpfeilerbasilika. Anschließend besichtigten wir das Abteigebäude, erfuhren vieles über die wechselvolle Klostergeschichte und probierten im ehemaligen Siechenhaus den Kräuterlikör Zinnaer Klosterbruder, der noch nach alten Rezepten hergestellt wird. Das mönchische Leben im Kloster endete 1553. Infolge der Reformation konnten sich die katholischen Mönche nicht behaupten.

Beim Schmied in Jüterbog ließen wir uns das Mittagessen schmecken. Gestärkt besuchten wir die St. Nikolai-Kirche. Diese gotische Hallenkirche ist ein Zeichen der frommen und stolzen Bewohner Jüterbogs im 14./15. Jahrhundert.

Mit viel innerer Beteiligung führte uns Frau Falk, Pfarrerin, durch ihre Kirche. Die verschiedenen Bauepochen sind deutlich an der unterschiedlichen Deckenbemalung zu erkennen. Beeindruckend die bewahrten Teile des Flügelaltars von1420, heute gefasst im Edelstahlrahmen -zu bewundern in der Apsis seitlich hinter dem Altar. Dem Zeitgeist geschuldet musste er einem barocken Altar weichen.

JüterbogIn der Südkapelle - ein Anbau aus dem 15. Jahrhundert – ist die ursprüngliche farbintensive Ausmalung zum großen Teil noch erhalten. Hier befinden sich auch ein Cranach-Altar und der sogenannte „Tetzelkasten“, eine ca 700 Jahre alte Einbaumtruhe.

Jeder wird wohl aus beiden Kirchen „sein Kunstwerk“ im Herzen mit nach Hause nehmen.

Die anschließende Stadtrundfahrt mit der „Schmiedschen Eisenbahn“ vertiefte
unsere Eindrücke von Jüterbog. So war Jüterbog ab dem 19. Jahrhundert eine der größten Garnisonstädte Deutschlands und entwickelt sich jetzt zur Touristenstadt.

Nach dem Kaffeetrinken erlebten wir eine Besichtigungsfahrt durch die ehemals „verbotene Stadt“ – Wünsdorf. Mit Engagement erläuterte uns Herr Borchert die 100-jährige Militärgeschichte: der im Kaiserreich – der im Dritten Reich – der unter der sowjetischen/russischen Besatzung. Kaum vorstellbar die Größe des Areals, ummauert! Wir sahen Erhaltenes, Verfallenes und Restauriertes. Heute ist Wünsdorf Bücherstadt und Besichtigungsort.

Es war ein Tag mit vielfältigen Eindrücken, jedoch ohne Hektik.

Ein herzlicher Dank gilt Herrn Bauer und Herrn Pf. Kähler, die uns diesen Tag ermöglicht haben. Im Bus verabschiedeten wir uns mit dem Kanon:

Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden.

A. Giese, Ch. Baukhage, S. Drosdatis (Fotos)