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Nah dran & hoch hinaus -100 Jahre Kirche und VHS in Baumschulenweg

Wenn Sie am S-Bahnhof gefragt werden, wo die Wohlgemuthstraße ist, schicken Sie den Fragenden in Richtung Kirche und nach der VHS die nächste rechts.

Fragt jemand bei Kaisers nach der Rinkartstraße, schicken Sie ihn durch den Torbogen.

Egal wo - In Baumschulenweg kommt man an diesem Gebäudekomplex Kirche/ VHS nicht vorbei. Oder eben immer vorbei, da die Kirche nah dran ist und hoch hinaus, also von überall gesehen werden kann. Und das ist nun schon seit 100 Jahren so. Das haben wir am 18.06.11 bei unserem Straßenfest gefeiert.  

Bei diesem Fest wurde deutlich, dass es sich nicht nur um markante historische Gebäude handelt, sondern um Orte, die im Leben der Baumschulenweger eine Rolle spielen. Es gab ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit viel Musik und für die Kinder zahlreiche Spiele. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen des Festes beitrugen, durch Gedanken zur Planung, durch helfende Hände bei der Umsetzung, durch gebackene Kuchen oder einfach durch fröhliche Anwesenheit.

Die Angebote und Augenblicke dieses Tages lassen sich genauso wenig ausreichend beschreiben und würdigen, wie die 100jährige Geschichte, die diesem Fest vorausging und Anlass gab. Ich möchte es dennoch mit einigen  blitzlichtartigen Eindrücke und Gedankengängen versuchen. Bildliche Eindrücke sind außerdem auf www.baumefoto.de zu finden.

Neben einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm gab es viele Stände zum mitmachen und ausprobieren. Es wurden aus Ton Ziegel gestaltet, die eine Wand in der Kirche ergeben sollen und demnächst bestaunt werden können. Zur körperlichen Stärkung gab es eine Obstwerkstatt und Kuchen zu kaufen. Der Erlös soll den Vergabestellen von Laib und Seele e.V zugute kommen.

Bei einer Rallye konnte man sich thematisch mit der Geschichte und Gegenwart von Kirche und VHS auseinandersetzen und es gab viele erfolgreiche Absolventen der Rallye, die als Gewinner ausgelost wurden.

Als weiteren Versuch diese Geschichte dazustellen gab es einen Zeitstrahl an dem jeder bedeutsame Ereignisse der letzten 100 Jahre auflisten konnte.

Viele persönliche Momente wie Taufen, Trauungen und lebensgeschichtliche Ereignisse finden sich darauf wieder. Sie stehen exemplarisch für alle Momente, die in 100 Jahren hier stattgefunden haben. All die Augenblicke, die einst Gegenwart waren und auf die wir nun zurückblicken.

Nah dran & Hoch hinaus

All diese Eintragungen sind aber nicht nur Begebenheiten im Leben Einzelner oder einzelner Familien, es sind Ereignisse einer Gemeinde. Ereignisse einer Kirche, in der im Laufe der Zeit viele Menschen Wohnung fanden. Einige gehörten kurz dazu, andere über Jahre, Jahrzehnte und Generationen und gehören noch dazu, wieder andere sind neu hier.

Entstanden ist ein buntes Mosaik der Geschichte einer Gemeinde, zu dem ein jeder Gottesdienst, jede Veranstaltung und jedes Konzert gehören, sowie die geschichtlichen Umstände, die diese Gemeinde umgaben.

Beim Atemholen in der Kirche wurde die Frage gestellt, wie sich die Menschen 1911 die Zukunft ihrer neuen Kirche vorstellten.  Das wissen wir nicht, aber sie prägten durch ihre Gegenwart die Zukunft ihrer Gemeinde, auf die wir nun als Vergangenheit zurückblicken. Wie viele Gottesdienste wurden in dieser Zeit gefeiert, wie viele Lieder gesungen, wie viele Kinder getauft? Welche Menschen und Ereignisse prägten diese Zeit? All diese Lieder, Worte, Gebete, Gottesdienste und Momente klingen noch in unserer Kirche nach.

Zum Abschluss verzauberte sona nova jung und alt und bot klanglichen Raum, den Tag Revue passieren zu lassen. Das Konzert ist unmöglich in Worten wieder zu geben. Jeder der dort war, wird finden, dass die Worte dem Ereignis nicht gerecht werden. Die die es nicht gehört haben, werden sich auch durch alle Worte nicht vorstellen können, wie vielseitig, begeisternd, besinnlich, traditionell und modern, mitreißend... es gewesen ist. Kurz: es war so wundervoll, dass wir diese Künstler dringend wieder zu uns einladen und einmal mehr in die klangliche Geschichte unserer Kirche eingehen lassen sollten.

Katrin Noglik