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Kirchenbesichtigung in Johannisthal

    Wie bitte? Gibt es denn hier romanische Fenster oder einen gotischen Schnitzaltar zu sehen? Keineswegs. Aber alle Johannisthaler wissen, dass unser Kirchgebäude am Sterndamm seit Februar 2011 im Umbau ist, damit es den voraussichtlichen Erfordernissen der Zukunft entspricht und wir die Erhaltung des Kirchengebäudes weiterhin finanzieren können. Es galt dabei, Ursprüngliches zu erhalten und spätere Anbauten abzutragen.

Nach dem „Richtfest“ hatte jedermann Gelegenheit, am 28. Juni 2011 die bisher erfolgten Arbeiten in Augenschein zu nehmen. Herr Dr. Scheidereiter – Mitglied im Gemeindekirchenrat und zugleich Mitglied im Förderverein – führte dann die ersten 30 Neugierigen in den Gemeinderaum, vorbei an den 4 Toilettenräumen, einer Abstellkammer und der neuen vergrößerten Küche. Erleichtert waren wir, als wir sahen, dass der Gemeinderaum immer noch eine beachtliche Größe hat. Dann ging es weiter von der Seite her in den Kirchsaal, wo bisher ein großes Warnschild in der Türöffnung angebracht war: „Achtung Stufe!“ Das ist jetzt überflüssig. Alle Räume sind rollstuhlgerecht zu begehen bzw. zu befahren. Eine Fußbodenheizung in Kirche und Gemeinderaum und die Außendämmung um den gesamten Gebäudekomplex werden für die notwendige Wärme sorgen, aber: Man soll die Heizung nicht vor dem Winter loben …. Die Eingangstür ist für manchen von uns sehr gewöhnungsbedürftig. Doch man ahnt, was sich der Architekt bei der Gestaltung der Tür und der Umgestaltung der Fenster gedacht hat. Die neuen riesigen Fenster im Altarbereich und die Farbgebung, die uns erklärt wurde, sollen den gesamten Kirchsaal wesentlich erhellen. Man darf gespannt sein. Kritische Augen entdeckten ein schief eingesetztes Fensterbrett. Die dringende Anfrage, ob die Halterung, die das schwere Kreuz oberhalb der Eingangstür trägt, noch 30 Jahre nach dem damaligen Baueinsatz im Mauerwerk fest verankert ist, muss noch fachmännisch begutachtet werden.

Ehe der Parkettfußboden gelegt wird, beginnen die Malerarbeiten, bei denen wir Gemeindeglieder in einigen Räumen auch um Mithilfe gebeten wurden. Beim Rundgang um den Gebäudekomplex sahen einige von uns zum ersten Mal, dass es den Christenlehretrakt mit den Nebenräumen und den darunterliegenden Kellerräumen nicht mehr gibt. Das erspart enorme Heiz- und Unterhaltungskosten, erfordert allerdings auch eine gute Absprache und Konzentration der Veranstaltungen auf die anderen Räume. Das ergibt noch Diskussionsbedarf. Aber jedermann muss wissen: Räume, in denen in der Woche nur ein oder zwei Veranstaltungen stattfinden, kann und darf sich die Kirche in Zukunft nicht mehr leisten.

Zum Abschluss der Führung erläuterte uns Herr Dr. Scheidereiter auch die Kosten, die sich auf 510.000,- Euro belaufen; auch welche kirchlichen Institutionen uns wesentlich helfen, sie zu tragen und natürlich den Eigenanteil, den wir nach Einsatz der bisher angesparten Mittel noch selber zu leisten haben: 107.300,- Euro. Als Antwort darauf überreichte der Vorsitzende unseres Fördervereins – Herr Lars Mönch – der Kirchengemeinde einen Scheck über 20.000,- Euro, sodass der Eigenanteil unserer Kirchengemeinde auf eine 5-stellige Zahl zusammengeschrumpft ist.

Allen, die an dieser Art von „Schrumpfungsprozess“ unermüdlich im Einsatz sind, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Frau Dr. Hinz hat diesen Dank an den Förderverein ausgesprochen. Mir bleibt nur noch die dankbare Feststellung, dass sich auch katholische Gemeindeglieder aus Johannisthal für unsere Bauarbeiten interessieren und einige unter ihnen dies auch finanziell unterstützen.       

Eberhardt Iskraut

PS: Die Beträge der Baukosten und der noch zu erbringenden Eigenleistungen sind Planungszahlen