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Baugeschehen im Gemeindezentrum Johannisthal
(Stand Ende Juli 2011)

Am 28. Juni konnten alle, die es wussten und wollten, die Baustelle besichtigen. Der Termin war hinsichtlich des Bauablaufs gut gewählt. Kurz zuvor herrschten noch tropische Temperaturen im Kirchsaal und im Gemeinderaum, da die Fußbodenheizung mit ziemlich viel Energie den Heizungsestrich trocknete. Danach begannen Maler- und Fliesenlegearbeiten, da sind die Räume für Besucher gesperrt.

So ist natürlich jeder Bericht über das Baugeschehen eine Momentaufnahme, und wenn Sie diesen Bericht lesen, der Ende Juli verfasst wurde, ist er auch schon vier Wochen alt. Dennoch kann er aus späterer Sicht ein Dokument sein.
Folgende Dinge sind mir bei diesem Bericht und den Gedanken dazu wichtig:

     Was ist entsprechend der Planung bisher erreicht worden?
     Welche Entscheidungen hat die Gemeindeleitung für die Realisierung des
     Umbaus in letzter Zeit getroffen?
     Wie begleitet die Gemeinde den Umbau?

Das Erreichte

Wenn man das Gebäude von außen betrachtet, sieht man es jetzt eingerüstet. Die Gebäudeteile sind wärmegedämmt und verputzt. Die äußere Oberfläche wird bald fertig sein. Über die Farbgebung hat die Gemeindeleitung untereinander, aber auch mit dem Architekten lange diskutiert. Die Farbgebung wird die jetzige klare äußere Struktur des Kirchsaalgebäudes unterstreichen, die hervortretenden Säulen und die tiefer liegenden Wandflächen. Fenster und Türen des Kirchsaals sind eingebaut und geben dem Gebäude das „Gesicht“ von außen nach innen und umgekehrt. Die Haupteingangstür setzt einen starken Akzent.

Im Inneren sind – nun schon fast unsichtbar – wichtige Teile der Haustechnik fertig verlegt, Heizung, Wasser, Abwasser, Elektroleitungen, … Die Trockenbauer haben neue Wände gezogen, die die Küche und Toiletten bilden sowie die Innendämmung verkleiden, die notwendig war, um die Klinkerwände an den Seitenflügeln sichtbar zu erhalten. Außer dem Kirchsaal sind die Räume bereits gestrichen, Gemeinderaum und die Abstellräume in Eigenleistung einiger aktiver Gemeindemitglieder. Im Gemeinderaum kehrt die Farbe der Wände des Kirchsaals wieder.

Im Foyer, Vorraum zum Büro, Küche, Toiletten sind Fliesen verlegt, über die auf Vorschlag von Architekt und Fliesenleger die Gemeindeleitung entschieden hat. Die Fußbodenleger haben Linoleum im Gemeindesaal und Büro verlegt. Diese Räume werden noch mit Beleuchtung ausgestattet, in den Nebenräumen einfach funktionell, z. T. unter Verwendung der abgebauten alten Lampen.
Was fehlt, scheint schon für den Betrachter erkennbar: Die Sanitärobjekte, wie es in der Fachsprache heißt, die Türblätter, … Aber es gibt noch unsichtbares, was nicht ins Auge fällt, was nur aus Erfahrung und Fachkenntnis erwächst oder wenn man vom Ziel her denkt.

Da muss z.B. verhindert werden, dass aufschlagende Türen gerade verputzte Wände beschädigen, da müssen verdreckte Fenster und Rahmen im Gemeinderaum gereinigt werden, damit die Maler beim Fensterstreichen nicht auf den Schmutz streichen, da müssen fertige Arbeiten geschützt werden, damit sie nicht durch nachfolgende Gewerke verschmutzt oder beschädigt werden, …

Die Gemeindeleitung

Die Gemeindeleitung hat in allen regelmäßigen Sitzungen und vielen außerordentlichen Vor-Ort-Treffen über Baufragen beraten, entschieden, vertagt, hinterfragt, Ideen entwickelt. Das sind z.B. viele technische und gestalterische Fragen, die immer auch mit dem Bewusstsein, möglichst geringe Kosten zu haben, zu klären waren. So wurden z. B. für die Fassadenanstriche verschiedene Farbproben an die Fassade gestrichen, vom Architekten Varianten der Fassadengestaltung grafisch realisiert und zur Diskussion gestellt, Beispiele für ähnliche Fassaden im Web gesucht und per Email kommentiert. Bei den Fragen wie der Auswahl der Fliesen oder der Farben der Türen fanden wir relativ schnell zu einem Ergebnis. An anderen Stellen haben wir nicht genug hinterfragt und waren überrascht, z.B. beim Entwurf der markanten Haupteingangstür. Dass sie einen Zusammenhang zum Transparenzmotiv der Gesamtgestaltung aufweist, ist mir offensichtlich. Dass die Tür technischen Beschränkungen unterliegt (Material Holz, Gewicht des Glasausschnitts), musste und konnte auch uns erklärt werden. Und es scheint mir sicher auch richtig: Diesen Eingang muss man nicht suchen, den sieht man! Übrigens: Die Mitglieder des kreiskirchlichen Bauausschusses, die sich am 23.6.2011 vom Baufortschritt überzeugten, fanden die markante Tür großartig, sinngemäß: ein richtiger Hingucker!

Die Konzeption des Lichts im Gemeinderaum ist noch nicht komplett klar, die Vorschläge der Fachfirma fanden wir unzureichend, und professioneller Lichtgestalter ist niemand in der Gemeindeleitung. Diese Frage erwartet noch eine kreative Bearbeitung von uns.

Die Gemeindeleitung hatte sich auch entschlossen, einige Arbeiten in Eigenleistung zu erbringen, um die Gesamtkosten niedrig zu halten, so die Malerarbeiten im Gemeinderaum und den Abstellräumen. Da waren die alten Tapeten zu entfernen, alte Haken herauszulösen, Löcher in den Wänden zu verschließen und zu glätten, die Fenster und Türrahmen abzukleben, der Fußboden abzudecken und mindestens dreimal die Wände und Decken zu bearbeiten: eine Grundierung und zwei Anstriche. Beim farbigen Anstrich der Wände war vorher durch Linienziehen und Abkleben eine saubere Kante herzustellen. Dazu war alles Notwendige an Material und Werkzeug einzukaufen. Ohne die eigene persönliche Bereitschaft und zeitliche Möglichkeit, einen gehörigen Anteil selbst zu erbringen und die Verantwortung zu übernehmen, hätte ich diesem Vorhaben nicht zugestimmt. Es ist dann, auch dank tätiger Mithilfe der Genannten gelungen! Fast alle waren aus der Generation 65+. Das Erlebnis des Vorangehens der Arbeit, auch mal ganze Tage auf der Baustelle, nebenan die Fliesenleger, draußen -auch bei Regen- die Isolierer, die Mithilfe anderer Gemeindemitglieder, auch wenn es immer dieselben „Verdächtigen“ sind, hat mich auch bereichert, hat die Achtung vor der geleisteten Arbeit aller auf der Baustelle Tätigen in mir bestärkt. Und das Bewusstsein, diese Wand habe ich angestrichen, diese Idee und jener Irrtum, den andere in eine gute Idee verwandelten, stammt von mir, kann mir niemand nehmen.

Die Gemeinde
Die Gemeindeleitung ist stets bereit, Auskünfte über Entscheidungen, Planungen, Stand der Arbeiten zu geben. Dazu gehörte auch der Baustelle-Schaustelle-Abend am 28.6.2011. Es waren wohl überwiegend Stammgemeindeglieder dabei. Die Mitglieder des Fördervereins hatte ich bereits im Anschluss an die Sitzung am 23.6. über die Baustelle geführt. Auch gab es viele spontane „Einzelführungen“ und Gespräche, wenn Neugierige mit „Wissenden“ zusammentrafen. Wir hätten uns in der Gemeindeleitung jedoch mehr spontanes Interesse gewünscht, ob nun neugierige Fragen oder die Bereitschaft zum aktiven Mittun. Es bleibt die Frage, wie wir diese Kommunikation verbessern können.

Über spezielle Gestaltungen gehen die Meinungen auseinander: die Tür, die Foyerfliesen, die Fenster mit klaren Scheiben, die bis zum Fußboden reichen! Ein Glück! Mitdiskutieren, Hinterfragen gern, aber besser nicht erst, wenn es zu spät ist! Kein Bau läuft problemlos ab, und nicht alles wird allen von Anfang an gefallen. Erhalt des Kirchengebäudes muss an vielen Stellen auch Erneuerung bedeuten, und die Erneuerung wird in Brüchen und anderem Markanten sichtbar werden. Dennoch wird es, dessen bin ich sicher, am Ende insgesamt etwas sehr Schönes.

Wann werden wir wieder Gottesdienste feiern und unser Gemeindeleben in den „neuen“ alten Räumen gestalten können? Spätestes Ziel ist die Adventszeit. Es ginge meiner Meinung nach auch früher. Wie? Wir, die wir es körperlich vermögen, müssten die letzten Arbeiten (wie Einräumen, Küche möblieren, Reinigen, Lampen anschrauben, auch Gartengestaltung) als Teil unserer Gemeindearbeit begreifen!

Ulrich Scheidereiter

PS: Die hilfsbereite und aufmerksame Anwesenheit von Herrn Lehmann auf der Baustelle trotz mancher Unannehmlichkeiten für ihn (so gab es z.B. bei ihm viel zu viel fließendes Wasser beim Anschluss der neuen Heizung seiner Wohnung) hat uns als Bauherren viel Mühe und Zeit erspart. Danke!