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Reformationsfest

Martin LutherAm 31. Oktober 1517 hat Dr. Martin Luther seine 95 Thesen zu Buße und Ablass angeschlagen. Damit begann die Reformation. Die zentrale Erkenntnis Martin Luthers war die Rechtfertigung des Sünders allein aus Gnade (Römer 3,28). Der Mensch wird nicht durch seine Werke gerechtfertigt, sondern allein aus Glauben. Luther hat diese Einsicht aus dem Studium der Heiligen Schrift gewonnen und durch seine Übersetzung der Bibel in die deutsche Sprache für alle zugänglich gemacht.

Ein Suchender besuchte einen weisen Lehrer in der Hoffnung auf Erleuchtung für sein Leben. Der Lehrer lud den Suchenden nach einigem Zögern und aufmerksamen Blicken in seine Kammer ein und bot ihm etwas zu Trinken an. „Ja, jetzt etwas trinken, Gern. Das ist nett." Der Suchende setzte sich. Der weise Mann schenkte dem Besucher voll ein und hörte auch nicht auf mit seinem Eingießen, als das Glas schon längst überlief. Der Suchende, der die Zeremonie mit wachsendem Unbehagen beobachtet hatte, hielt es schließlich nicht mehr aus: „Das Glas ist übervoll”, stieß er hervor. „Da geht doch nichts mehr rein!”

„Richtig”, sagte der weise Lehrer. „So wie das Glas bist auch du, voll bis zum Rand mit deinen Meinungen, deinen Erkenntnissen, deinen Vorurteilen und Wahrheiten. Wie kannst du bei mir Erleuchtung finden, wenn du nicht bereit bist, dein Glas zuvor zu leeren!”

Das war auch ein Motor der Reformation:

Die Kirchen waren schon zu voll gestellt mit Mobiliar, Traditionen und Riten, die den Verkehr zwischen Gott und Menschen regeln sollten. Was soll ich noch tun, um Gott recht zu sein, mit andern Worten: … um ganz richtig zu sein mit meinem Leben? –

Die Antwort der Reformation: Nicht noch mehr tun, nicht noch mehr für Gott hinstellen, mehr: loslassen, weglassen, und mehr warten, was passiert, wenn ich auf Gott warte.

Reinhard Kähler