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Gemeindeversammlung
Kirchgebäude in Johannisthal?
Bericht

Am 21. September fand unsere diesjährige Gemeindeversammlung statt. Von den cirka 1.700 Mitgliedern unserer Kirchengemeinde waren etwa 50 anwesend.
Thema der Gemeindeversammlung war die Frage, wie es mit den Gebäuden der evangelischen Kirchengemeinde Johannisthal weitergeht. Bereits jetzt reichen die jährlichen Einnahmeüberschüsse des Gemeindehaushaltes (2007 lagen sie bei 8.370 Euro) kaum zum Erhalt geschweige denn zur Modernisierung der bestehenden Gebäudesubstanz aus.
Langfristig ist mit sinkenden Einnahmen bei gleichzeitig steigenden Ausgaben zu rechnen. Die stark steigenden Preise für Energie und Wasser treffen uns als Kirchgemeinde genauso wie „Jedermann“ in den eigenen vier Wänden.

Kirchgebäude Johannisthal

Viele Gemeindemitglieder haben ausdrücklich ihren Wunsch nach Erhaltung des bestehenden Gebäudeensembles geäußert. Einige haben sich dankenswerterweise auch gleich bereiterklärt, in einem noch zu gründenden Förderverein mitzuarbeiten. Dieser Förderverein wird prüfen, welche Gebäudeteile ökonomisch erhalten werden können bzw. umzubauen sind in Abhängigkeit der aufzubringenden Mittel für die Investitionen und für die künftigen Mittel zum Unterhalt. Und er wird sich um die Einwerbung der Investitionsmittel kümmern.
Uns allen steht die Sorge vor Augen, dass die finanzielle Belastung durch die Gebäude so überhand nimmt, dass die Gemeindearbeit darunter leidet.

Für die Gemeindeleitung: Vera Storch

Diskussion

Voranschicken möchten wir unsere Verbundenheit mit Johannisthaler Gemeinde, manifestiert in jahrelanger Mitarbeit in Chor, Gemeindeausschuss, Gemeindekirchenrat usw. Und schließlich ist unser Sohn hier konfirmiert worden. Wir glauben aber, dass Gemeindezugehörigkeit nicht an Gebäuden fest gemacht werden sollte. Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen, sagt Jesus. Das kann in Johannisthal sein, das kann auch beispielsweise in Baumschulenweg sein, wo schon unser gemeinsamer Pfarrer residiert. Dort prangt übrigens über dem Eingangsportal der Spruch „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen“ (auch eine für die Johannisthaler Gemeinde!). Die Reduzierung von Mitarbeiterstellen führt bereits zum Bündeln von personellen Verantwortlichkeiten für mehrere Gemeinden. Könnten da nicht auch die Gemeinden zusammenrücken? Die Jugend hat es uns vorgemacht: Aus der gesamten Region trifft sie sich im neuen Jugendzentrum in Johannisthal.
Seit Jahren wissen wir und diskutieren darüber, dass wir in Johannisthal für ein Gebäudeensemble verantwortlich sind, das uns finanziell und personell überfordert. Ein Kirchsaal, der an wenigen Tagen voll genutzt wird, aber an 365 Tagen im Jahr unterhalten werden muss. Ein Außengelände, dessen Pflege auf Grund der Altersstruktur unserer Gemeindeglieder nicht gesichert werden kann.
Egal, ob Erhalt der Gebäude oder angedachter Neubau, in jedem Fall sollten wir bedenken, dass wir eine finanzielle Last nicht nur uns, sondern auch künftigen Generationen aufbürden.
Familie Wulff