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Andacht
 
„Gott ist mir erschienen von Ferne:
>Ich habe dich seit je und für alle Zeit geliebt.
Darum habe ich dich bewahrt, das liegt mir am Herzen.<“
Jeremia 31, 3   

Könnten Sie sagen: „Ich habe immer Glück gehabt?“
Man kann doch nicht erwarten, dass einem das Glück immer hold ist.

Ein Vater, der seine Tochter kurz nach der Geburt verloren hat und ein Sohn ist von Geburt an blind, sagt: „Ach, jeder hat doch irgend einen, den er verloren hat.“ Eine Frau sagt mir: „Jede nimmt doch irgendeine unaufgelöste Last mit ins Grab.“


Das Glück ist launisch. Manche haben immer Glück, an Anderen klebt das Pech. Wen küsst das Glück? –

In dem Film „Zum Glück geküsst“ hat Ashley Albright alles Glück auf ihrer Seite: Wenn sie ohne Regenschirm ihre Wohnung verlässt, bessert sich das Wetter. Sie gewinnt im Lotto.

Eines Tages lernt sie auf einem Maskenball Jake Hardin kennen, den sie küsst. Seitdem hat der früher unter Pech leidende Hardin Glück, Ashley verliert ihre Arbeit und ihre Wohnung.
Dann versucht sie, den Mann wieder zu finden, um ihn erneut zu küssen und ihr Glück wiederzubekommen. Sie küsst mehrere auf der Party anwesende  Männer. Sie trifft Hardin wieder und küsst ihn. Als während eines von Hardin organisierten Konzerts Probleme auftauchen, bekommt Albright Gewissensbisse und küsst ihn noch einmal. Er sagt ihr, dass ihre Anwesenheit ihm mehr als das Glück bedeute.

Wie ist es, wenn ich auf mein Leben zurückschaue? – Gab’s Zeiten, in denen ich den Kuss des Glücks gespürt habe, und andere Zeiten, in denen es mir nicht gut ging?

Der hellsichtige Prophet Jeremia verstand auch nicht alles, was so vor sich ging. Er merkte, Gott ist hier nicht im Spiel, Gott ist hier weit weg.
Nur von Ferne erschien ihm Gott. In weiter Ferne schien es ihm so, dass Gott einmal sagte:

„Ich habe dich durch die verschiedenen Zeiten hindurch geliebt.

Darum habe ich dafür gesorgt, dass dein Leben andauerte. Ich bin dir wohl gesonnen, ja, ich liebe dich von Herzen.
Darum zieht sich dein Leben hin.“

Ist das wahr?
Ist das Schicksal mir immer wohl gesonnen?
Oder sollte ich glauben: hinter dem, was ich als mein Schicksal erlebe, erhält die immer noch weiter reichende Liebe Gottes mein Leben?

Angenommen, ich komme einmal dahin, was Jeremia in der Ferne sah: Ich stehe vor Gott. Er will, dass ich ihm von meinem Leben erzähle. Er hört bis zum Ende zu. Dann sagt er: „Ich habe dich immer geliebt. Darum bist du hier – und nicht sonst wo gelandet.“

Reinhard Kähler