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Andacht
 
Wenn du in deiner Mitte den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag.
 
Jesaja 58, 10   

Warum auch immer so viele Menschen hungern müssen!
Kämen sie in unsere Mitte, liefen sie nicht nur den Gewinnen der Aktionäre multinationaler Konzerne hinterher. Kämen sie in unsere Mitte, wären unsere Gehwege gepflastert mit Hungernden.

Wir wüssten noch manches, was wir auch gerne hätten. Täglich werden wir beworben und müssen unentwegt sagen: „Das kann ich mir nicht leisten“.

Abzugeben für Hungrige – das ist etwas, was Reiche tun müssen, das erwarte auch ich von denen, die Geld wie Heu haben. Aber wenn die Reichen ihre Einstellung nicht ändern, dann kann ich’s auch nicht ändern. Dann will ich auch nicht auf Schritt und Tritt eine bettelnde Hand, ein hungerndes Kind unter die Nase gerieben kriegen. Dann müssen wir eben Europa dicht machen. Würden wir die Grenzen öffnen und die Hungernden uns überfluten, dann ginge gar nichts mehr.

Das Wort des Propheten löst den weltweiten Hunger auch nicht. Es erreicht auch nicht die Verursacher der weltweit zum Himmel schreienden Ungerechtigkeit.

Und doch lässt Gott seinem Menschen-Volk durch seinen Sprecher ausrichten:

Wenn du in deiner Mitte

den Hungrigen deine Seele hervorholen lässt
und etwas unternimmst, dass die, die in ihrer Seele darben, gesättigt werden,
dann wird im finstren Elend dein Licht aufgehen
und dein Dunkel wird sein wie Mittagslicht.

Hej, so kann man doch leben!
So höre ich den Ruf.

Wenn du nur eifrig bist, was zu kaufen und zu kriegen, und wenn du nur darauf bedacht bist zu sichern, was du hast, buddelst du die Seele deines Lebens ein.

Anders, wenn du dich hervorholen lässt von Menschen, deren Leben darbt. Dann entfaltet sich deine Seele. Und der innere Reichtum deines Lebens blüht auf. -

Klar, sind die ungerechten Verhältnisse finster. Und es ist auch dunkel in dir. Es wird aber nicht dann hell, wenn du prinzipiell bewachst, was du hast. Wenn aber das Elend eines Anderen dich aus der Reserve lockt, erwacht deine Seele zum Morgenlicht und strahlt wie am Mittag. –

Stimmt das, was Jesaja von Gott her behauptet? –

Wenn ja, so meint er wohl, werde ich schon finden, was ich dann tun kann.

Reinhard Kähler