logo Headline

Startbutton Kontaktbutton

Gemeindelebenbutton
Gottesdienstplanbutton
Aktuellesbutton
Veranstaltungsbutton
Kirchenmusikbutton
Christenlehre
Archivbutton
Linksbutton

Gedanken zum Monatsspruch

Nach all den kultischen Bestimmungen für den Gottesdienst in Israel, zu denen wir nur schwer Zugang finden, folgt im 3. Mosebuch das „Heiligkeitsgesetz“ und mitten darin das schöne Gebot der Nächstenliebe:

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Ich bin der Herr.  (3. Mose 19, Vers 18)

Als Jesus nach dem wichtigsten Gebot gefragt wird, zitiert er neben dem Gebot der Gottesliebe ausdrücklich diese Textstelle aus dem 3. Mosebuch.

Wer ist denn mein Nächster? möchte man fragen. Ich kann doch nicht alle lieben, die mir über den Weg laufen. Also bemühe ich mich, den Kreis meiner Nächsten einzugrenzen. Meine Eltern, Geschwister, der Ehepartner und meine Kinder gehören dazu und noch 3 oder 4 Freunde – Schluss!

W i r k l i c h ? Es kann sein, dass an manchen Tagen im vor uns liegenden Monat M A L  N I C H T  M E I N E  Familie die erste Stelle einnimmt, sondern ein anderer Mensch in mein Gesichtsfeld tritt, für den ich plötzlich (vielleicht auf Zeit) eine besondere Mitverantwortung trage. Im 3. Mosebuch wird als Beispiel der „Fremdling“ genannt: „ Er soll bei dir wohnen wie ein Einheimischer unter euch.“

In der Bergpredigt geht Jesus noch einen Schritt weiter: Nächstenliebe kann auch Feindesliebe beinhalten, das heißt dann: Dem Feind etwas zuliebe tun und damit den ersten Schritt zur „Entfeindung“ und Versöhnung tun.

Ausleger weisen heute darauf hin, dass die drei Worte „wie dich selbst“ mehrdeutig sind. Sie können auch heißen: „wie du dich selbst ja auch liebst“ oder auch „wie du dich selbst ja lieben sollst.“ Dann ist die Liebe nicht Selbstverleugnung, sondern meint auch die Bejahung der eigenen Person.

Die Liebe sagt auch: Wie schön, dass es mich gibt!

Eberhard Iskraut

Weitere Andachten