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Gedanken zum Monatsspruch

Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden,
was wir gesehen und gehört haben.

Apostelgeschichte 4, 20

Sie sind Wiederholungstäter. Sie können es nicht lassen. Sie können es nicht lassen von dem zu reden, was sie gesehen und gehört haben. Warum sollten sie auch?

Sollten sie nicht mehr davon reden, weil sie mal auf andere Gedanken kommen sollen? Oder weil ihre Kinder und Freunde es schon nicht mehr hören können? Oder weil es in ihrer Gesellschaft nicht ertragen wird und sie mit feindlichen Reaktionen zu rechnen haben?

Es wird so viel geredet; das wird nicht mehr groß beachtet. Wenn Sie in unserer Gesellschaft etwas sagen, ist das egal, es sei denn, es klagt jemand: das beleidige jemanden nachweislich und juristisch erheblich. Aber die Kampagnen: Werbung redet so viel, dass sie Augen und Ohren zudröhnt. Und – wir haben es gerade erlebt – es gibt Kampagnen, die sagen, was sie durchsetzen wollen, tonnenweis – je nach dem, was die Sponsoren dafür ausgeben.

Anders ist es im Persönlichen:

„Lore, rede doch nicht mehr davon!“

Der Partner von Lore Müller hat was dagegen. Ähnlich Andere, die es von ihr zu hören kriegen. Aber was denn? –

Halten sie es nicht gut aus, das zu hören? Vielleicht, weil es sie ärgert, dass Lore Müller immer das Gleiche sagt, nicht mal was Neues erzählt? Oder weil sie nicht zustimmen: „das ist doch Unsinn, was du erzählst!“?

Lore Müller kann das nicht, davon nicht zu reden.

„Ich kann davon nicht schweigen. Ich habe keine Kraft, das runterzuschlucken. So stark ist mein Bedürfnis, das wieder zu erzählen!“

Lore Müller erzählt wieder und wieder, wie sie früher auf dem Dorf Rüben hacken musste, ihren Sohn schon im Kinderwagen dabei. Aber ihr Mann ist aus dem Krieg nicht zurückgekommen …

Wie hören Sie es, wenn Ihre Freundin erzählt, dass der Jesus aus Nazareth, der Hingerichtete, auflebt? - Das ist Gottes Geheimnis. Aber Ihre Freundin muss davon reden: Wie sie diesen Jesus, der ihr so nahe geht, aufleben sieht. Sie hat davon gehört, dass Gott ihn aufweckt. Und sie sieht das auch so. Davon redet sie, immer wieder. Sie ist damit nicht fertig.

Ist es für Sie eine Frage des Glaubens zu sagen: „Jesus lebt wieder und wieder für Menschen auf“? – Ich verstehe das so: Dass Jesus Christus für uns lebt, das glaube ich, auch wenn ich es nicht sehe; ich finde es nirgends handgreiflich. Glaube ich das Gott, so hoffe ich für das Leben eines Menschen – und zwar über das hinaus, was ich sehe, was da auch kaputt geht. Was ich da mehr an Leben für einen Menschen glaube, wird nicht erst dadurch wahr, dass es einen sichtbaren Beweis dafür gibt.

Aber reden müsste ich von diesem Glauben. Ja, mit wem rede ich darüber?

Reinhard Kähler
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