logo Headline

Startbutton Kontaktbutton

Gemeindelebenbutton
Gottesdienstplanbutton
Aktuellesbutton
Veranstaltungsbutton
Kirchenmusikbutton
Christenlehre
Archivbutton
Linksbutton

Gedanken zum Monatsspruch

„Wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen.“

Erster Brief von Paulus an die Gemeinde in Thessalonike, Kapitel 4, Vers 14

Wie geht es Ihnen am Ende des Tages? 

  • Würden Sie gern noch die Tochter und die Freundin anrufen, einen Film sehen und nach den Nachbarn sehen, aber – leider – hat der Tag nicht 42 Stunden?

  • Oder sind Sie müde und möchten nur noch – endlich – ins Bett fallen?

Ähnlich geht es manchen im Alter:

  • Unvorstellbar, aus dem Leben gerissen zu werden, während Sie doch noch erleben wollen, wie das Haus aussieht, das der Enkel baut, und wie die Enkelin heranwächst, und wie im Frühling die Bäume blühen …, und Sie doch so gern jeden Tag kochen!

  • Oder ist alles nur noch beschwerlich, kommen Sie nicht mehr raus, interessiert es Sie auch nicht mehr so, sind Sie müde?

Wünschen Sie sich den Tod oder fürchten sie ihn?

Sagen Sie cool: „wenn es so weit ist, dann ist es so“? Oder mögen Sie gar nicht dran denken, weil Sie das fertig macht?

Reden Sie darüber? Vielleicht hören Sie: „Lebe, so gut Du kannst; mit dem Tod ist dann sowieso Schluss! Das Leben ist kurz, genieß es!“

Wir haben verstanden: Der Tod beendet das Leben ganz und gar, es geht nicht irgendwie doch weiter, wir kommen auch nicht – verwandelt - wieder.

Aber was fangen wir mit unserm Leben an, wenn es am Ende nur untergeht? Ist unsere Hoffnung, dass die Hinterbliebenen unser Leben achten und in guter Erinnerung behalten werden?

Ja. Vielleicht. Oder: hoffentlich. Wie weit wird das gehen?

Weiter gehend hoffen wir, wenn wir Gott glauben: Gott geht mit unserm Leben über den Tod hinaus. Unser Leben geht in gewisser Weise unter und wird begraben mit allem, was wieder zu Erde, zu Sand und Asche wird; aber unser Leben wird aufgehoben von Gott. Aufgehoben in den Himmel.
Der Anker der Hoffnung ist für Christen: Erinnern wir uns, wir glauben, Gott hat Jesus Christus nicht im Tod untergehen lassen, er hat ihn zu sich geholt. Dieses Leben, das mal herbeigewünscht und bejubelt wurde, das dann aber bespuckt, geschlagen und ausgetrieben wurde, hat Gott zu sich geholt und hochgeachtet.

Was geht uns das an?

Durch Jesus wird Gott auch die Verstorbenen mit sich führen.

In der Trauer um alles, was wir mit einem Menschen verlieren, entgleitet uns so viel aus unseren Händen, ja aus unserem Leben, wird uns ein Stück von der Seele gerissen.

Wie gut, wenn wir irgendwann zu der Hoffnung kommen, dass Gott übernimmt, was uns der Tod wegnimmt!

Lassen wir unsere Toten von Gott übernehmen? Überlassen wir sie seiner Führung.

So bleibt unser gelebtes Leben wichtig und wertvoll – über alle endlichen Erinnerungen hinaus. Wie Gott sich mit Jesus Christus Menschen zugewandt hat, so interessiert er sich für Alle - über alles hinaus, was ihnen den Atem nimmt, was ihr Leben versanden lässt … - über ihren Tod hinaus.

Was könnten wir mehr für unser Leben erhoffen?

Reinhard Kähler
Weitere Andachten