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Gedanken zum Monatsspruch

Gott sagt: 

Ich will euch erlösend helfen – so, dass ihr ein Segen sein werdet.
Fürchtet euch nicht, stärkt eure Hände.
(Sacharja 8, 13b)

„alle Jahre wieder
                    kommt …“
… und wir feiern es wiederkehrend.

Weil wir wieder und wieder in Situationen kommen, in denen wir Hilfe brauchen.

Wir sollen unser Leben selbst in die Hand nehmen; man muss sich schon Sorgen um den seelischen Zustand eines Menschen machen, der keine Kraft mehr hat, für sich zu sorgen und sich nur hängen lässt „warum hilft mir denn keiner?“ Nicht nur Kinder fordern wir manches Mal auf: „Nun versuch doch erst mal selbst …, komm, das schaffst du auch allein …“ Auf der anderen Seite sind auch die fittesten Erwachsenen irgendwo auf Hilfe angewiesen (auch dann, wenn sie sich das nicht eingestehen). Und darum sind Advent und Weihnachten auch etwas für Erwachsene.

Gott sagt: „Ich will euch helfen.“

Das steht in dem Namen „Jesus“, der Helfer.

Kommt denn immer, wenn ich allein nicht weiter weiß oder nicht weiter kann, Gott mit seiner Hilfe? – Das nicht: Nicht jedes Mal, wenn Frau Krupp zum Telefon greift und um Hilfe ruft, kommt die Tochter oder der Nachbar oder Frau Pleuger und hilft so, wie Frau Krupp das will. Aber wenn Frau Krupp in eine elende Situation gekommen ist, wie in eine tiefe kalte Nacht, dann soll sie darin nicht untergehen. Das ist die Hoffnung, die Gott ansagt. Das Christuskind „geht auch dir zur Seite still und unerkannt“. Wie Gott sie aus ihrer Nacht bringt, das findet sie vielleicht erst zwölf Jahre später.

Das Leben ist gefährdet. Aber die Wende, die Gott ansagt, soll wieder ermöglichen, dass ein Platz zu leben haben alle, die wirklich auf Hilfe angewiesen sind: Alte Männer und Frauen, im hohen Alter, dass sie am Stock gehen, sollen hinfort wieder auf den Plätzen sitzen; und Jungen und Mädchen sollen auf den Plätzen spielen (Sacharja 8, 4-5). Und Arbeit soll sich wieder lohnen, dass alle einen Lohn bekommen, der zum mindesten zum Leben ausreicht. Und sie sollen nicht in Angst und Schrecken leben, sondern Frieden säen. - Ja, das wäre wirklich endlich anders als das Programm, für sich selbst zu kämpfen und sich gegen andere durchzusetzen; so etwas, sagt der Prophet, konnte zum Fluch werden. -

Was letztlich hilft, steht im Namen dieses Gottes, der da raushilft:

Dass ihr innerlich aufblüht – so, dass ihr ein Segen für Andere seid.

Vielleicht müsst ihr dazu ein inneres Programm loswerden, das irgendwann in euch gekommen ist. Da könnte es heißen: „Seid nicht mehr davon getrieben, dass ihr fürchtet das Leben zu verpassen. Stärkt euch selber, dass ihr ein Segen für Andere werden könnt.“

Eben dazu lasst euch gefallen, dass Weihnachten wird: … der von Gott gesalbte Helfer, Jesus, kommt, er „kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus“. Er wird euch geboren, das sei euer Hoffnungsstern, gerade wenn ihr auf der Nachtseite eures Lebens Hilfe braucht.

„Macht hoch die Tür eures Herzens für diesen wertvollen Helfer“, so singen wir im Advent (im Gesangbuch das erste Lied).

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in den nächsten Wochen jedenfalls für Stunden in Ihrem geöffneten Herzen beschenkt werden.

So wünsche ich Ihnen eine gesegnete Zeit. Dass Segen und Frieden werden.

Reinhard Kähler