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Gedanken zum Monatsspruch

Du sollst den Herren, deinen Gott, lieben
mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.

(5. Mose 6 Vers 5)

Liebe Leserin,
lieber Leser,

wie geht es Ihnen in der Weihnachtszeit? Sind diese Tage für Sie still oder erfüllt? Und wie hören Sie zwischen all dem, was da gelingt oder läuft, die Zeile „Christ, der Retter ist da“? Und wie hören Sie es, wenn Sie hören: „Gott selbst erschien euch in einem Kind“? Klingt das wie Hundebellen, draußen, in der Ferne? Oder klingt Ihnen das wie vertraute Musik, der Sie gerne wieder lauschen?

Kennen Sie jemanden, dem Weih-nachten wie Wein-nachten klingt? Als sei für sie oder ihn Nachtzeit zum Weinen.

Gott sei Dank: Wer irgend kann, macht es sich doch schön – mit Tannenzweigen oder Kerzen. Eine Frau sagte mir: „Es muss schneien, dann ist Weihnachten.“ Na ja, so schneit Weihnachten nicht jedes Jahr herein. Manche bekommen Weihnachten angeliefert - von dem, was im Fernsehen läuft.

Wie geht es Ihnen damit: Rührt Sie das? Wie kommen Sie ran an die Botschaft von Weihnachten?

Gott ist nicht käuflich zu haben. Wie kommt er zu uns? Wie er zu Bethlehem gekommen ist? Gott kommt in einem neugeborenen Kind, nicht als Angestellter, nicht als Verkäufer, nicht als Manager, nein als Kind. So wendet er sich uns persönlich zu. Und um anzusagen: Diese Sanftmut bringt uns miteinander zum Leben. Da protestiert doch Gott zugleich gegen die, die sich rücksichtslos durchzusetzen versuchen, und Gott protestiert gegen die, die nur ihre Interessen verfolgen.

So anders wird uns Gott geboren. - Geht Ihnen das zu Herzen? Fließt Ihnen das in die Seele? Ist das für Sie noch einmal eine andere, neue Kraft? – auch wenn die alten Kräfte nachlassen?

Ich versuche, meine Sinne auf Gott zu richten, der in jenem Stall kam. Ich merke, das hilft mir, dass mich die Kraftmeier nicht faszinieren und ich mich nicht an die hänge, die unverfroren Andere verachten.

Gott ist allein der, der aus versklavenden Verhältnissen herausführt. Das ist der Gott, der Leben in die Welt bringt. Das ist Gott, an den du dich wenden kannst, denn er hat sich an dich gewendet. Diesem Gott sollen wir lauschen. So heißt es in dem Bibelwort für den Januar:

„Höre,
du sollst Gott, deinen Gott, lieben
mit deinem ganzen Herzen,
mit deiner ganzen Seele und
deiner ganzen Kraft.“

Ich verstehe das so: Wir sollen Gott gerne suchen, gerne nach ihm lauschen, gerne damit Zeit verbringen. Darum versuche ich, hier und da Gott mit-zu-hören. Versucht Ihr es auch damit? - Leute, versucht doch, in aller Stille und in manchem, was ihr vernehmt, mitzuhören, wie sich Gott darin äußert. So nehmt ihr die uralte Aufforderung „Höre …!“ auf. Versucht, dann und wann noch etwas von dem Geheimnis Gottes mit-zu-hören und zu erlauschen, was da von Gott mitschwingt:

  • Hört, was von Gott mitschwingt, wenn etwas euer Herz beschwert, und hört IHN mit, wenn etwas euer Herz beschwingt und hüpfen lässt!
  • Hört, was von Gott mitschwingt, wenn eure Seele leidet, und hört IHN mit, wenn eure Seele von Liebe voll ist und jubelt!
  • Hört, was von Gott mitschwingt, wenn eure Lebenskraft prall ist, und hört IHN ebenso mit, wenn eure Lebenskraft nachlässt!

So also: Wenn euch etwas auf dem Herzen liegt, eure Seele bewegt und eure ganze Lebenskraft erfasst, dann hört – hört, wie ihr Gottes Raunen erlauscht!

Ich bitte für das neue Jahr:

Gott, lass dich – zwischen allem – hören.
Ja, Gott, ich will dich gerne hören.
Was ich von dir höre und wieder höre, soll mein Herz laben, meine Seele füllen und mir die gesegnete Kraft geben, die du mir wünschst. Amen

Aus der Weihnachtszeit wünsche ich Ihnen ein gesegnetes neues Jahr

Ihr Reinhard Kähler