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Gedanken zum Monatsspruch

Gott sagt: Sucht mich, so werdet ihr leben.
(Amos 5,4)

Der Sprecher Gottes, Amos, legt den Finger in die Wunde der Gesellschaft:

  • Arme haben es immer schwerer
  • das gewinnorientierte Wirtschaften lässt nicht viel übrig für sozialen Ausgleich
  • Solidarität gibt es zwischen vielen einzelnen Menschen, aber da die Reichen sich weigern abzugeben, zerfällt die Gesellschaft.

Diese Kritik prallt bei den Einflussreichen ab. Sie machen das Mahnen von Amos lächerlich. „Wir haben doch Wohlstand,“ sagen sie. „Gefährde nicht den Wohlstand, den wir mit unseren Leistungen erarbeiten!“

Amos sieht die Kehrseite dieses Wohlstandes: Die Benachteiligten haben immer weniger Chancen, sich selbst zu einem gesicherten Leben zu verhelfen. Daran wird der größte Teil der Gesellschaft zugrunde gehen, ruft er. Und er hält eine Leichenrede auf diese Gesellschaft (die können Sie in der Bibel im Buch Amos Kap. 5 Vers 1-3 lesen).

Die Nachdenklichen antworten Amos: „Wir verstehen nicht, was du willst – wirtschaftlich geht es insgesamt so gut, wie lange nicht. Außerdem ehren wir Gott an den Kultstätten; Gott hat gesagt >sucht mich, so werdet ihr leben<, na, bitte.“

Amos antwortet: „Allerdings hat Gott zu den Menschen gesagt >sucht mich, so werdet ihr leben<. Aber was heißt das, Gott zu suchen? – Das heißt nicht nur, dass ihr für die Kultstätten sorgt; die können auch mal zerbröseln. Gewiss, gemeinsame Anbetung von Gott soll sein. Aber es gehört auch dazu, dass ihr in jeder Situation fragt, was Gott jetzt wohl will; und es gehört dazu, sich so gerecht gegenüber anderen Menschen zu verhalten, wie Gott es wünscht.“

Amos hat ihnen gesagt, wie sie wirklich Gott suchen: Es reicht nicht, Gott nur einen gewissen Platz in seinem Leben einzuräumen. Gott zu suchen - das muss sich daran bewähren, dass das Gute gesucht wird und nicht das Böse (Vers 14). Und das heißt: Wenn ihr wirklich Gott sucht, dann wünscht ihr von ganzem Herzen – und nicht nur widerwillig -, dass Recht und Gerechtigkeit für alle werden. Dann ist der Maßstab eben nicht, möglichst eigene Einbußen zu vermeiden: Dann ist der Maßstab vielmehr zu sehen:

  • was denen hilft, die schlechte Voraussetzungen haben, um gesund zu leben
  • was denen hilft, die schlechtere Voraussetzungen haben, um sich Arbeitsmittel zu kaufen
  • oder was denen hilft, die schlechtere Voraussetzungen haben, um sicher zu wohnen.

Reinhard Kähler

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