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Gedanken zum Monatsspruch

„Ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem
 Mühen, das ist eine Gabe Gottes.“

(Buch des Prediger 3, 13)

Wir trafen uns bei einem Schulklassenfest. Verschiedene Eltern hatten Salate, türkisches Gebäck, Kuchen, Gemüse und noch vieles Leckeres mehr auf’s Buffet gestellt. Tage später wieder. „Schon wieder so viel tolles zu essen“, sagte ich. „Ja, zu jedem Fest gehört gutes Essen“, war die Antwort.

Und wenn ich von Urlaubsreisen erzählen höre, gehört dazu, wo es eine Pizzeria gab oder wie der Fisch schmeckte und wann sie Eis essen gingen.

Aber auch für normale Tage ist das ein Thema: wie der „fahrbare Mittagstisch“ ist oder wie eine Frau für sich allein eine Suppe kocht, die sie gerne isst, oder welcher Bäcker welche Brötchen bäckt.

In der Bibel kommen Menschen zu Wort, die das Essen und Trinken gerade auch angesichts der Mühen des Lebens schätzen:

Man hat viel Arbeit und Mühen. Und alles ist unsicher:

  • unsicher ist es mit Angespartem (Prediger 5, 9-10)
  • unsicher ist, wie es einem ergeht, wenn man gerecht ist (Prediger 7,15; 8,14)
  • unsicher ist vor allem, was die Zukunft bringt (Prediger 6,12; 8,7)

Sicher ist nur, dass wir sterben werden. Trotz aller Mühen werden wir am Ende genauso nackt aus dieser Welt gehen, wie wir ins Leben gekommen sind. Was hilft’s? Wir arbeiten in den Wind. (Prediger 5,15)

Um so mehr ist es gut, wenn man isst und trinkt und guten Mut hat bei allen Mühen.  (Prediger 5,17)

Das ist doch was, womit man trotz allem andern noch Geschmack am Leben finden kann. Wenn es mal etwas Gutes gibt im Leben, dann soll man das auch annehmen. („An einem guten Tag sei guter Dinge.“ - Prediger 7,14)  So gibt es doch auch noch Freude am Leben.

Es gibt andere Äußerungen von Menschen, die überhaupt keinen Geschmack am Leben mehr finden; … Menschen, die nur die Mühen und Schmerzen, die Ungerechtigkeiten und Verluste sehen, und deswegen gar nicht mehr leben möchten.

Doch diese Menschen in der Bibel, die auch die Lasten und Mühen so stark empfinden, finden sich über den Abgründen des Lebensverdrusses gehalten, und lassen es sich mit Essen und Trinken wohl sein.

Freilich nicht so, dass sie die schweren Mühen fliehen, indem sie sich voll stopfen und voll saufen. - Sie fordern auf, das Mögliche an Essen und Trinken einfach auch bewusst zu nehmen und sich schmecken zu lassen. Und sie verstehen das als Gottes Gabe.

„Iss dein Brot mit Freuden, trink deinen Wein mit gutem Mut;
denn daran freut sich Gott mit.“ (Prediger 9,7)

Guten Appetit                                 Ihr Reinhard Kähler

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