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Gedanken zum Monatsspruch

Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige:
„Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen.“
(Buch der Offenbarung 3, 8)

Die Erde ist hart
und der Himmel ist weit.
So sagt ein Sprichwort.

Das klingt für mich wie: Das Leben ist hart. Aber an den harten Fakten können wir nichts ändern. Schicksal. Kann man nichts machen.

Vielleicht kennen Sie das aus Ihrem persönlichen Leben so.

Vielleicht kommt Ihnen das auch bekannt vor: So fühlten wir uns in der DDR, als lebten wir in einer geschlossenen Gesellschaft, und wir können nichts an den Verhältnissen ändern.

Und dann erlebten wir vor 21 Jahren staunend: Die Riegel der Grenzübergänge barsten. Die Tore öffneten.

Diejenigen, die zu DDR-Zeiten unter geschlossenen Grenzen und versteinerten Verhältnissen litten, hätten hören können: „ …auch für diese Verhältnisse, die euch so unabänderlich erscheinen, hat Gott eine Tür aufgetan; kein Grenzer und kein Politbüro kann diese Tür zuschließen.“

Und heute – da kenne ich einige, die darunter leiden, dass Reiche immer mehr Reichtum verspielen und Arme immer bedrohter werden. Sie erleben das wie ein Schicksal; oder sie meinen, dass sich das zwangsläufig aus dem Wesen der Menschen ergibt. Aber Gott gibt euch zu hören: „Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen.“ Das ist um so schwerer zu glauben, als wir ja wissen: Das Geld, das Kommunen haben, um einen Park zu erhalten oder die Straßenbahn zu unterstützen und um die Größe der Schulklassen sinnvoll zu begrenzen oder ein Konzert zu sponsern, das hängt daran, ob die große Wirtschaft noch Steuern im Land lässt und ob sie die Rendite global verschiebt. Was sollten wir Kleinen dagegen ausrichten? – Dennoch: Gott hat eine Tür aufgetan … Darum lohnt es sich, mit ihm zu hoffen!

Und ich kenne unter uns Menschen, die nehmen es nicht auf die leichte Schulter, was sie angerichtet haben. Immer wieder sagen sie sich: „Was habe ich da vergeigt! Ich könnte mich einsargen.“

Erreicht es sie, wenn sie von Gott hören: „Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen“ ?

Ist’s zu glauben? - Der weite Himmel ist der Erde nahe gekommen und hat eine Tür in der harten Erde geöffnet.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Gottes geöffnete Tür finden, gerade wo es aussieht, als schlüge das Schicksal zu.

Reinhard Kähler

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