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Gedanken zum Monatsspruch

Zu Weihnachten sind Frau Hesse und Herr Hesse traditionell bei ihren Kindern. Da trifft die große Familie ungebremst aufeinander. Es gibt immer den gleichen Ablauf und immer das gleiche Essen. „Aber Dirk, wie hast du dich verändert! Du bist so gewachsen! … aber du, mach dich doch nicht lustig über die alten Lieder!“ 
„Aber Mandy, was hast du denn für einen Ring durch die Nase! Ich mag dich gar nicht mehr ansehen.“ Als es beim Kerzenschein wärmer wird, sehen sie: ihre Enkel haben sich irgendwo anmalen lassen – welch entstelltes Bild!

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn.

Also: 
Gott schuf alle Menschen zu seinen Partnern,
die ihn verstehen und ihm antworten und mit ihm mitgehen können.

Alwin sieht alles durch seine Kamera an, ab und zu blitzt es. Sie reden über Frauen mit Kopftüchern: „Wie kann man so rückständig sein!“

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn;
und schuf sie als Mann und Frau.

So unterschiedlich Menschen sind –
sie sind von Gott gleichermaßen gewollt und geliebt.

Auf dem Bildschirm nebenher laufen unbeachtet bewegte Bilder ab. Wenn es knallt und quietscht, richten sich manche Blicke drauf. Herr Hesse speichert nebenbei ein paar von den Sätzen in seine Gedanken:

Sie fühlten sich als Kings …
Sie wurden wie arme Doofe angesehen …
Sie kauften, was billige Arbeitskräfte im fernen Osten hergestellt hatten …
Und Gott hatte den Menschen zu seinem Bilde geschaffen, als Mann und als Frau. Und diese Nachricht war Gottes allererste Botschaft über alle Menschen. Und diese Nachricht begehrte auf zu allen Zeiten, zum Beispiel als Machos sich Frauen überlegen fühlten; wenn Frauen oder Männer andere nicht als Menschen achteten, begehrte diese Nachricht auf …
Und diese Nachricht fand Widerhall: Über Arbeitsfeldern hörten Hirten ein Weihnachtslied und dieses Weihnachtslied klingt weit darüber hinaus nach:

Ehre sei Gott
auf Erden Frieden
unter Menschen
von Gottes Wohlgefallen

Als Herr Hesse das seiner Frau erzählte, sagte sie: „Ja, früher sangen wir : Wisst ihr noch, wie es geschehen? … Und es sang aus Himmelshallen: Ehr sei Gott! Auf Erden Frieden! Allen Menschen Wohlgefallen, Gottes Gnade allem Volk! Immer werden wir’s erzählen …“

allen Menschen Wohlgefallen! -

Gott hat sich alle Menschen als Partner gewählt. Mehr noch: alle Menschen finden sein Wohlgefallen?
Was für ein Anspruch!

Wie werden wir Gott ehren, der alle Menschen so grundlegend ehrt?
Was macht diese Botschaft von Gott mit meinem Blick auf die Menschen, mit denen ich zu tun habe?

Was ändert das bei uns, wenn wir glauben: sogar die, an denen wir gar kein Wohlgefallen haben, will Gott als seine „Ebenbilder“? -

„Das ewig Licht geht da herein,
gibt der Welt ein' neuen Schein;
es leucht' wohl mitten in der Nacht
und uns des Lichtes Kinder macht.“

Das wünsche ich uns für das Jahr 2011!

Ich grüße Sie aus der Weihnachtszeit ins neue Jahr hinein

Ihr Reinhard Kähler