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Gedanken zum Monatsspruch

Der auferstandene Jesus Christus sagt: „Geht auf die ganze Welt zu und sagt der ganzen Schöpfung, wie Gott sich für das Leben einsetzt.“
Evangelium nach Markus 16, 15

„Glauben ist jedem seine eigene Sache.“ Was einer glaubt, ist hierzulande Privatsache.

Darum sollten wir uns um Gottes Willen bloß nicht streiten. Das sollte spätestens seit den Glaubenskriegen unter Christen im 17. Jahrhundert klar sein.

Was sollte man auch vom Glauben reden? Reden wir doch von dem, wovon wir was verstehen, oder davon, was wir erleben oder was es Neues gibt oder was wir machen.

Ich wende mich an Gott. Aber nicht so, dass ich mich vor Kaiser’s hinstelle und die Arme ausbreite. Ich wende mich an Gott - wenn ich mich zurückziehe, damit ich mit Gott im Gebet allein sein kann, oder wenn ich zum Gottesdienst gehe.

Wohin wandern meine Gedanken, wenn ich mich an Gott wende?

Da gibt es Zeiten, in denen ich mit mir selbst genug zu tun habe. Da bin ich mit mir selbst beschäftigt. Oder mit dem, was mir ins Haus steht. Oder ich sage: ich muss erst mal vor meiner Tür kehren, ehe ich mich um anderes kümmere.

Ja, wenn ich mich an Gott wende, geht’s um mich persönlich. Und: was heißt das für mich, wenn ich Gott glaube, dass jene Geschichte von Jesus Christus heißt: Er wird mein Leben über den Tod hinaus bewahren?

Ach, übrigens, dass ihr es nicht vergesst (so trägt das Markusevangelium aus gutem Grund nach):

„Ihr Kleingläubigen, euch fällt schon schwer zu glauben, dass Gott das Leben eines Menschen nicht mit dem Tod begräbt. Aber nun zieht mal los und bedenkt, dass ich, Gott, ein gutes Leben auch für künftige Generationen wünsche. Ja, auch wenn ihr skeptisch seid: ihr solltet sogar drauf achten, wie ihr die Schätze der Erde und die Lebenselemente der Sonne, der Luft und des Wassers nutzt. Sagt allen, wie Gott sich für das Leben einsetzt.“

So weit ist die Hoffnung, die Gott uns zutraut. -

Wie könnte ich und wie könnten wir etwas von dieser so weit gehenden Solidarität Gottes mit seiner Schöpfung zeigen? Wie findet das Eingang in unsere Gespräche? 

Werden wir wieder die Osterhoffnung spüren? Werden wir sie gern in uns keimen lassen?

Ich wünsche uns und vielen, dass die Osterhoffnung schöne Blüten treibt.

Reinhard Kähler