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Gedanken zum Monatsspruch

Gott, Du tust mir kund den Pfad des Lebens:
Wir werden satt an Freuden vor deinem Angesicht,
es wird die reine Wonne sein zu deiner Rechten, für immer

Psalm 16, 11

Erst mal machen wir es uns zu Weihnachten schön. Trublig oder ruhig, mit Besuchen und mit Musik; erinnernd wie Weihnachten früher war oder gern dabei, wenn Kinderaugen glänzen. – Wie gut, wenn wir das alles zu schätzen wissen!

Was das neue Jahr bringen wird, wissen wir nicht. - Ja, wer will, kann x Voraussagen hören oder sehen. Man sollte nicht zu viel erwarten. Aber: wer weiß …
Gott – immerhin – lässt mich wissen den Weg zum Leben. –
Das klingt sehr allgemein. Was sagt das schon dafür, was wir im Januar gleich zu tun haben werden?

Wer so singt wie in dem Psalm, sieht offenbar sein Leben gefährdet. Als sei es akut bedroht. Als stehe zu befürchten, dass zusammenbricht, was man sich aufgebaut hat; als sei das Ende vom Lied nur: Tod.

Dagegen – so höre ich singen – lässt Gott mich erkennen: Gott will, für mich, einen Pfad des Lebens – über alle Mühen hinaus, allen Ärgernissen zum Trotz, durch den Dschungel undurchsichtiger Entwicklungen hindurch.

Dass doch Gott kund tue den Pfad des Lebens! … den Pfad des Lebens, als habe er einen Faden gelegt, dass wir wieder erinnern: Gott geht mit uns den Weg des Lebens und nicht in den Untergang.

Jedenfalls ist das Gottes Wille. Und wir beten: „Dein Wille geschehe im Himmel und auf Erden.“ So soll es sein, im Jahr 2013.

Finde ich diesen Faden, dann mag ich wohl manches Mal seufzen. Ich stimme aber doch mit ein in die Ode an die Freude. Freude am Leben – als Funken schon von Gott geschenkt.

Nicht die Schadenfreude, wenn ich sehe, wie jemand reingelegt und beschämt wird. Nein, die Freude, wenn ich jemandem ins Angesicht schaue, und sehe: Gott ist mir zugewandt.

Gott wird viel zugetraut, ihm wird zugejubelt:

Wenn ich dich – mir zugewandt – finde, werde ich satt an Freuden!
Ich werde froh sein über alles hinaus.
Glück ohne Ende, für immer voller Wonne.

Kommen wir da durch? Kommen wir – wie die Beter des Psalms 16 – zu dieser Zuversicht:

Zu solchem Jubeln ist man nicht immer aufgelegt. Manche Nächte kommen innere Kämpfe. (Im Psalm 16 lese ich: der Beter erinnert sich an so was.)

Am Ende fahren wir mit unserem Leben nicht in die Grube.
Wir werden umgeben werden von Wonne und Glückseligkeit –
für immer.

Ich wünsche Ihnen, kommen Sie von Weihnachten her gut ins neue Jahr. Und finden Sie den Pfad zur Freude für alle Menschen – auch durch das hindurch, was kommt.

Ihr Reinhard Kähler