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Archiv / Andacht
 
„Ostern ist, wenn auf Wiesen
zarte Frühlingsblumen sprießen,
wenn im satten, frischen Grün
Primeln und Narzissen blühn.“

So lese ich im aktuellen „Herbst-Blatt Treptow & Köpenick“. –

Ja, Ostern ist, wenn eine ergraute Wiese neu grün wird. Ostern ist, wenn es aus der Erde keimt und neu zu blühen beginnt. Die Osterwiese atmet erste Wärme und nimmt den Regen auf. Gott sei Dank, wer sich an diesem Lauf der Natur freuen kann! Gott sei Dank, wer die Frühlingsstrahlen auf Gesicht und Bauch genießen kann, wer den Frühlingsduft vom Kopf bis zur Sohle durchströmen lässt. Der Dank fliegt über Gräser und Stöcke, über Steine und Blüten hinaus – zu Gott. Ich finde: Es bekommt mehr Tiefgang, wenn wir für Sonne und Regen bewusst Gott danken. Es lässt uns weiter atmen, wenn wir Gott danken für die Frische des Grüns und dass aus abgestorbenen Früchten neue Blumen und Bäume sprießen.

Umso mehr ist Ostern ein Freudenfest, wenn uns noch manche Passionszeit – manche Leidenszeit - in den Knochen sitzt: Da waren wir dessen ansichtig, dass all unser Leben abstirbt. Das ist der Lauf der Natur.

Der Lauf Gottes aber ist, dass unser Leben für Gott wieder aufblüht. Da waren wir dessen ansichtig, dass es nicht nur die Herbst-Blätter der Natur gibt, sondern dass auch Menschen Leben zerstören. Ja, so sind sie leider, allzu oft.

Doch Gott findet sich nicht damit ab. Er findet uns wieder. Er findet uns, ehe wir untergehen, weil wir Gewalt erleiden, Krankheit durchleiden, schmerzliche Verluste uns lustlos machen. Gott verspricht: Ich lasse euch nicht darin untergehen!

Und wenn die Tage mitten im Leben kalt werden, dann muss es uns einer sagen, weil wir es selbst nicht glauben können: „Gott lässt am Horizont die Sonne wieder aufgehen. Hoffe trotz deiner Erfahrungen, dass du dich wieder freuen wirst!“

Das ist Gottes Botschaft, die er uns nach der Leidensgeschichte von Jesus Christus sandte. – Durch das Foto aus der Kathedrale in Wells (Südengland) habe ich den Eindruck: Ich könnte durch dunkle und helle, schwer gegründete und stark überbaute Räume gehen.
Wells-Cathedral
Wenn ich aber aufblicke, dann sehe ich in neuem Licht aus dem oberen Hintergrund, was wohl Gott aus der Lebenshingabe von Jesus Christus gemacht hat. Wenn ich das meditiere, weitet sich auch mein Lebensraum, öffnet sich zu dem Licht aus dem jenseits der mir geschaffenen Welt. Was wird wohl noch in Gottes Licht auf mich warten?

Ihr Reinhard Kähler