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Archiv / Andacht
 
Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt. (1. Petrus 3, 15)
Liebe Leserinnen und Leser,
dieses Wort aus dem 1. Petrusbrief im Neuen Testament lässt mich erst einmal innehalten: Ist denn Hoffnung in mir? Und welcher Art ist diese Hoffnung? Wie konkret, wie fassbar ist sie; und wie wirkt sie sich aus auf mein Leben, meinen Alltag? Wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, dass manchmal nicht sehr viel Hoffnung in mir ist. Da herrscht eher Verzweiflung über den Zustand der Welt. Da verbreitet sich Hoffnungslosigkeit wegen der schlimmen Krankheit, die nicht besser werden will. Oder es übermannt mich Trauer, wegen des Verlustes eines lieben Menschen. Dann lautet die Frage eher: Wo ist denn nun Hoffnung für mich, Hoffnung, die mich wirklich erfüllen kann? Wo kann ich Hoffnung tanken?
Wenn Sie das erste Kapitel des Petrusbriefes lesen, da ist von Christus gleich in V. 3 die Rede, „der uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung...“ Hier sind die Wurzeln unserer Hoffnung in Jesus Christus, in dem, was Gott uns mit ihm geschenkt hat. Das ist die Osterhoffnung, auf die wir in diesen Tagen wieder aufmerken dürfen, die Hoffnung, dass Gott weiterhin bei uns sein will, uns zur Seite stehen will, was auch kommt und sei es der Tod. Das ist die Hoffnung, die mich morgens wieder aufstehen lässt, trotzdem alles oft so sinnlos erscheint. Nein, Gott will mir helfen, weiter zu bauen, zu arbeiten, für Menschen da zu sein. Von ihm her bekommt es Sinn, weiter zu leben, auch wenn ich manchmal keinen rechten Sinn mehr erkennen kann in allem, was in mir und was um mich herum geschieht. Ich denke, es wäre für uns ganz hilfreich, diesen Spruch aus dem 1. Petrusbrief dahingehend zu erweitern, dass er uns anregt, in zwei Richtungen zu fragen; zum einem nämlich nach der Hoffnung die in mir ist, die ich bei mir vorfinde. Nach der Erfahrung, die ich damit schon gesammelt habe. Wieweit hat sie sich bewährt in meinem Leben? Und dann kann ich anderen davon etwas weitersagen. Aber unabhängig von dieser eher subjektiven Seite, ist es auch immer legitim, auf die Hoffnung hinzuweisen, die mir von Gott her zukommt, von der guten Botschaft der Bibel und von Jesus Christus her.
Beides sollte – so schlägt es der nächste Vers in unserem Petrusbrief vor – mit Sanftmut geschehen. Also nicht überheblich, besserwisserisch, sondern freundlich darauf hinweisend, welch eine große Lebenshilfe von dieser christlichen Hoffnung ausgehen kann.

Ihr Jürgen Huhn