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Archiv / Februar 2007
 
Den tiefen Frieden, den wünsch ich Dir

Wenn die Kinder unzufrieden sind, ist es anstrengend. Wenn die alte Mutter unzufrieden ist, wird sie anstrengend. Und wir kennen Leute – na, die sind ja nie zufrieden; die sind nicht gut zu leiden; besser ist es, ihnen aus dem Weg zu gehen. Umso schlimmer, wenn ich selbst nicht zufrieden bin. So unleidlich kann ich mich selbst nicht leiden; möchte wegrennen, und komme doch nicht aus meiner Haut. Wie viel schöner ist es, von einer netten Frau, immer wenn wir uns vor der Tür treffen, ein freundliches Lächeln zu sehen. Öfter treffe ich ältere Menschen, die sagen „ach, man muss zufrieden sein …“ – Gott sei dank, dass sie zufrieden sind! Wenn aber nicht: Wie könnten sie zufrieden werden? –
Frau H. wurde zufrieden, seit sie nach dem Handbruch weiß:, wie wertvoll es ist, ihre Hände zu gebrauchen.
Herr H. wird zufrieden, wenn er in Ruhe fernsehen kann.
Herr N. wird zufrieden, wenn er eine neue Reise plant.
Frau B. wird zufrieden, wenn sie ihrer erwachsenen Tochter unter die Arme greifen kann.
Frau W. wird alle Tage zufrieden, die sie gemütlich Kaffee trinkt.
Herr Z. wird zufrieden, wenn das Gewitter seiner Wut vorüber ist.
Die Frauen L., P. und A. und die Herren R., K. und A. werden zufrieden, wenn sie sich über

die blöden Autofahrer oder blöden Radfahrer
die Rechten oder die Linken
die Politiker oder die Gammler
die Nachbarn oder die Ungarn von gegenüber
die Kinder oder die Alten
die Tochter oder den Alten
ärgern.

Jedenfalls: … wenn sie über sie schimpfen, … wenn sie sich über jene aufregen und darin Zustimmung finden. Dann geht es ihnen gut; dann sind sie zufrieden.

In Frieden mit Gott kommen wir, wenn wir im Frieden sind mit allem, was Gott für gerecht hält.
Und wenn wir davon überzeugt werden: Wir sind Gott so oder so sympathisch. –
„Frau M., Sie sind Gott schon längst recht! Wenn Sie doch nur glauben könnten!“
„Frau F., wenn Sie doch nur glauben könnten, wie recht sie Gott sind! Dann würde es Ihnen nicht so schwer fallen zu sehen, welche Fehler sie gemacht haben.“

„Herr Q., es kann der Frömmste nicht im Frieden leben, wenn es den bösen Nachbarn nicht gefüllt. Aber Sie tun was dafür, dass der Frieden sich ausbreitet in dieser Welt – in der Welt Gottes, zu der auch die Nachbarn gehören.“

Dass wir mit den schwierigen Anderen und uns mehr oder weniger schwierigen Menschen doch zurecht kommen und dass wir so zu Frieden kommen, dazu lockt uns Gott. Sollten wir Gott glauben, dann ist doch mit der Geschichte von Jesus Christus zu hoffen, dass das noch was werden kann - dass wir mit uns und Andern zufrieden werden.
In einem irischen Segenswunsch heißt es:

Den tiefen Frieden im Rauschen der Wellen,
den wünsch ich dir...
im schmeichelnden Wind,
überm stillen Land,
unter leuchtenden Sternen,
vom Sohne des Friedens.

Ihr Reinhard Kähler