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Archiv / auf dem Weg ins neue Jahr
 
Im biblischen Leitwort für das Jahr 2007 heißt es: „Gott spricht: Siehe, ich will Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?“
So, Gott will also noch mal etwas Neues schaffen. Etwas Neues, was nicht wieder Angst macht, was nicht wieder eine Hoffnung zerstört, nicht ein Produkt, das nur als neu angepriesen wird, sondern Gott will Neues wachsen lassen.
Das kann auch heißen: Ihr Alten bekommt noch mal neue Kraft. Nicht: … Kraft, um eure alten Fehler so weiter zu machen. Aber Kraft, dass selbst in einer Nacht ein neues Morgenrot am Horizont erwächst, gleich wie viel Tage noch unser Leben zählt.
Dass da keine schlimme Saat aufwächst, sondern Gutes wächst, das wünsche ich Ihnen, das wünsche ich uns mit Gottes Segen.
Ich bitte um Gottes Segen für alles Gute, das in Ihnen lebt. Ich bitte um Gottes Segen für alles Lebendige, mit dem Sie zusammen leben. Ich bitte um Gottes Segen für all Ihr Mühen, mit dem Sie dem gemeinsamen Leben dienen.
Ich sage das an der Schwelle zum neuen Jahr. Bis heute sagt man unter Juden zu Neujahr: „Es ende das Jahr mit seinen Flüchen, es beginne das Jahr mit seinen Segen.“ Ich wünsche Ihnen Gottes Segen: Alles Gute, das Gott Ihnen wünscht, gedeihe in Ihren Tagen. Gott geleite und bewahre Sie auf Ihrer Reise durch das neue Jahr.
Immer wenn Sie an einer Schwelle stehen, dann könnte die Geste des Segens anzeigen, was Gott Ihnen für die nächsten Schritte wünscht.
Sie kennen diese Segensgeste, wenn Jugendliche auf der Schwelle sind, erwachsen zu werden. Sie kennen diese Segensgeste, wenn zwei Menschen sich als Partner fürs Leben versprechen. Sicher verstehen viele die Taufe als solche Geste des Segens Gottes.
Auch die kirchliche Trauerfeier verstehe ich so: Wir übergeben die Verstorbenen Gottes Geleit, wo wir sie nicht mehr begleiten können. Wir bleiben nicht an ihnen hängen und wir verlassen sie nicht einfach – wir wünschen ihnen ausdrücklich, Gott gehe nun mit ihnen weiter. So biete ich auch an, die alte Tradition – wo möglich – wieder aufzunehmen und einen Toten an der Schwelle seiner Wohnung „auszusegnen“.
Auch an anderen Schwellen des Lebens ist es möglich, Got-tes Segen zuzusprechen: Beim Umzug, beim Schulbeginn u.a. Es könnte ein ausdrücklicher Segen im Rahmen eines Gottesdienstes mitgegeben werden; oder es könnte eine Segensfeier an Ort und Stelle sein.
Wenn es um eine Segenshandlung an so einer Schwelle im Le-benslauf geht, dann hilft es nach meiner Erfahrung etwas, wenn von den Betreffenden angesehen wird, was sie konkret im alten Raum lassen. Umso mehr können sie darauf vertrauen, was Gott in der kommenden Zeit gedeihen und fruchtbar werden lässt. Dann können sie den Segen so erfahren, als stärke eine gute Hand ihren Rücken.
So grüße ich Sie, liebe Leserin und lieber Leser dieses Gemeindebriefes, zum neuen Jahr. Ich wünsche Ihnen Gottes Segen.

Ihr Reinhard Kähler