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Archiv / Andacht
 
Wer hätte nicht Grund genug, seinen Geburtstag zu feiern? – Die meisten von uns können sich doch freuen, leben zu können: Was wir alles miterleben! Und was uns für gute Fähigkeiten gegeben sind! Die Feier der Geburt von Jesus stellt uns in die Perspektive von Bedürftigen.
Liefe alles rund mit unsern Lebensläufen, wie Gott uns geschaffen hat, dann hätte er nicht extra Jesus zu uns schicken müssen. Aber nun hat Gott Jesus zu unserer Unterstützung geschickt. Da müssen wir nicht mehr nur stolz auf unser Leistungsvermögen und unsere Vorsorge in das neue Jahr gehen. Da können wir auch mal lachen über frühere Fehler. Da können wir auch feiern trotz dessen, was wir schuldig blieben. Da können wir uns auch gewisse Befürchtungen eingestehen, mit denen wir in das neue Jahr gehen. Und hoffen: Gottes guter Geist werde es gut werden lassen, trotz dessen, was zu befürchten ist.
Sofern es uns gelingt, uns als Gottes Geschöpfe anzusehen, können wir unsere Stärken suchen; und sollten wir uns durchaus nicht nur als Bedürftige sehen. Da sind wir auch gefragt, wie wir uns mit dem, was wir aus unseren Tagen machen, verantworten können.
Sofern wir uns aber von Jesus her sehen, können wir uns aber auch mit unseren Macken und Schwächen ansehen. Da ist manches beschämend. Aber im Spiegel von Jesus sieht es so aus, dass er sich zu uns setzt.
Dann gibt es immer irgendwelche, die sagen: Die und der sollen erst mal was tun und beweisen ... So läuft es ja auch sonst: Wer eine Arbeitsstelle bekommen will, muss vorweisen, was er leisten kann. Wer eine Arbeitsstelle behalten will, muss nachweisen, was er geleistet hat. Selbst wer in ein „soziales Sicherungssystem“ aufgenommen werden möchte, muss eingezahlt haben oder sonst zu den Leistungsträgern gehören.
Wen aber Jesus in seine Gemeinschaft holt, den akzeptiert er erst mal, unabhängig von den Voraussetzungen, die diejenigen mitbringen. Das zeigt sich z.B. beim Abendmahl. Oder das zeigt sich z.B. daran, was wir meinen, was Menschen erst alles wissen oder machen sollten, um Gott und seine Geschichte mit Jesus zu verstehen.
Da gab es mal einen Levi. Der hatte Jesus kennen gelernt, als er erwachsen war. Er war begeistert und schloss sich der Bewegung von Jesus an. Da wurde von ihm einiges Engagement verlangt. Da ärgerte es ihn, als Jesus Leute, die noch gar nichts eingebracht hatten, bei sich sitzen ließ.
Doch da wurde Jesus spitz: „Wer stark und gesund ist, braucht keinen Arzt; aber die, denen es elend geht. Ich bin nicht zu euch gekommen und dessentwillen, wo ihr Gott recht seid, sondern wegen dessen, wo ihr dem Leben miteinander nicht gerecht geworden seid.“
Ich wünsche Ihnen für das Jahr 2008 den weiter gehenden Segen Gottes:
Gott lasse Ihre Tage reifen

Ihr Reinhard Kähler