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Archiv / März 2007
 
Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll. Rö. 8,18

Der Monat März steht im Zeichen der Passionszeit, dem Gedenken an das Leiden und Sterben Jesu. Als ich einmal mit einer Kindergruppe darüber sprach, stellten die Kinder fest, dass Jesus eigentlich sein ganzes Leben lang gelitten hat. Und sie trugen Geschichten zusammen, die sie kannten: vom Unverständnis seiner besten Freunde, die Schelte der Eltern über den 12-jährigen bis zur Geburt im Stall und Flucht nach Ägypten. Und trotzdem wäre er immer fröhlich gewesen und hätte vielen Menschen geholfen!
Der Monatsspruch fragt nach unserem Verhältnis zum Leiden, wie gehen wir mit unseren Leiden, mit unserem Leid um? Wie ordnen wir es in unsere Lebensplanung ein? Viele Menschen neigen dazu, bei Leiderfahrung zu fragen: „Womit habe ich das verdient?“ Da wird Leiden als – natürlich ungerechte – Strafe empfunden. Aber wenn dem so wäre, dann hätte es eigentlich für Jesus keine Leiden geben dürfen!
Die Bibel aber sagt: „dieser Zeit Leiden“ sind eigentlich das Normale, sind unsere Realität. Wir leben in einer kaputten Welt. Und als Christen haben wir auch teil an dieser Realität, da können wir uns nicht einfach herauswünschen oder herausbeten. Sondern als Christen sind wir gefragt, wie wir mit Leid und Not dieser unserer Welt umgehen.
So wie Jesus punktuell Menschen geheilt hat als Zeichen, dass Heil möglich ist, so können wir - zwar immer auch nur punktuell – uns für Hilfe und Veränderung in unserer Welt einsetzen. Und: wir können im Umgang mit unseren eigenen Leiderfahrungen Zeugnis ablegen von einer Hoffnung auf eine neue Welt, auf die Offenbarung der Herrlichkeit Gottes.
Der Apostel Paulus, leidgeprüft und leiderfahren, sagt – nach der Lutherübersetzung – dieser Zeit Leiden sind es nicht wert, darüber die Hoffnung auf Zukunft zu verlieren. Bei dem Evangelisten Johannes finden wir da einen schönen Vergleich: „Eine Frau, wenn sie gebiert, so hat sie große Schmerzen, wenn sie aber geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen über das Kind.“ Und so dürfen auch wir hinter allem Leid und allen Leiden auf Zukunft aus sein, auf Überwindung allen Leides. Und alles Gute, das wir jetzt schon erleben, kann uns zum Vorzeichen auf die kommende Herrlichkeit werden.
G. Nitschke