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Archiv / Andacht
 
Wer bemerkt seinen eigenen Fehler?
Sprich mich frei von Schuld, die mir nicht bewusst ist.
Psalm 19,13


Jeder macht Fehler. Das ist oft zu hören. Das wird auch oft gesagt, um eigene Fehler selbst zu entschuldigen. Dabei kann sich niemand selbst entschuldigen: man kann nur um Entschuldigung bitten. – Kein Mensch ist ein Engel. Der Apostel Paulus hat im Römerbrief von den Menschen geschrieben und sich damit ganz bestimmt auch selbst gemeint: „Sie sind allzumal Sünder“. Schwamm drüber also? Nein, so leicht wird es niemandem gemacht, einfach nicht mehr an seine Fehler zu denken und damit wäre alles gut, Die Bibel lässt sich nicht einspannen, um gebrochene Beziehungen zu Gott und den Mitmenschen zu verharmlosen. Sie leitet nicht zur Augenwischerei an. Sie will vielmehr auffordern, sich auf eine ernsthafte Beziehung mit Gott einzulassen.

Heißt das nun, die Zähne zusammenbeißen, laufend den eigenen Standort überprüfen, den Daumen am Puls zu halten und den Glauben mit einem Zählwerk versehen? Ich meine wieder nein! Denn so käme zur Gefahr der Verharmlosung noch eine zweite dazu: ein verbissener Lebenskrampf, eine Haltung, immer besser als andere sein zu wollen. Aber der biblische Glaube schlägt eine andere Richtung vor, nämlich sich der Begegnung mit Gott auszusetzen. Da kann nicht gezählt, abgemessen und verrechnet werden. Wer könnte denn Gott seine Rechnungen aufmachen? Wem würden sich auch nur die Tiefen und Abgründe des eigenen Lebens erschließen, wenn Menschen vor Gott wie Buchhalter abrechnen wollten! Was aber atmen und aufatmen lässt, ist die Botschaft von der Liebe Gottes, der in alle Herzen sieht, der Vergebung zusagt.

Der Monatsspruch will Mut machen, ihm die Herzen zu öffnen und auf seine Vergebung zu hoffen. Und er will auffordern, auch selbst Vergebung zuzusagen, auch selbst anderen das Herz zu öffnen und Heilung zu gewähren.

Hans-Jürgen Fredrich